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Lawinenkunde

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Geschichte der Lawinenkunde

Die Geschichte der Lawinenkunde ist eng verbunden mit der Geschichte der Besiedelung der Alpen, dem Einsetzen des Alpinismus und dem Aufkommen des modernen Tourismus. Seit dem 12. Jahrhundert wurden in Chroniken Lawinenkatastrophen überliefert. Damals dachte man allerdings noch, dass Hexen, Dämonen oder böse Geister an ihnen schuld wären. Wissenschaftliche Untersuchungen zu Lawinen wurden seit 1880 veröffentlicht. Seit dieser Zeit setzten in allen Staaten mit Alpenanteil umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung und Stabilisierung besonders labiler Alpenhänge und Täler ein. Diese Maßnahmen und Untersuchungen waren meist ingenieurwissenschaftlich geprägt.

Seit 1930 betrieben besonders Russland und die Schweiz intensive Lawinenforschung, weil sie von den alljährlichen Lawinenabgängen besonders stark betroffen waren. Das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung am Weißfluhjoch (2662 m) bei Davos wurde 1936 gegründet und ist in der Lawinenkunde weltweit führend. Mit Hilfe von Simulationsmodellen und künstlich eingeleiteten Lawinensprengungen werden Vorhersagen darüber getroffen, wo Lawinen abgehen, in welche Richtung und wie weit sie im Maximalfall abfließen können. Daraus resultiert schließlich eine Gefahrenzonenplanung. Deutschland hat für seinen Alpenanteil einen Lawinenwarndienst aufgezogen, der über das Bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft organisiert wird. In Südtirol ist der Lawinenwarndienst dem Hydrographischen Amt angegliedert. In Österreich gibt es das Institut für Lawinen- und Wildbachforschung in Innsbruck, das Institut für Wildbach- und Lawinenschutz in Wien und das Institut für Alpine Naturgefahren und Forstliches Ingenieurwesen, ebenfalls in Wien.

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