wissen.de
Total votes: 110
wissen.de Artikel

Leoniden-Meteorschauer: Funkelnde Sternschnuppen am Winterhimmel

...

Aufnahme der Leodniden von Bord des Midcourse Space Experiments (MSX) aus dem Jahre 1997.
Kompositaufnahme der Leoniden aus dem All.

Aufnahme des Midcourse Space Experiments (MSX), eines Satelliten des US-Militärs, aus dem Jahre 1997.

Warum leuchten die Sternschnuppen?

Die meist nur wenige Millimeter großen Staubteilchen dringen mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein, bis zu 70 Kilometer pro Sekunde können sie schnell sein. Durch die Reibung an den Gasmolekülen der Erdatmosphäre heizen sie sich auf und beginnen zu glühen. Die meisten von ihnen verdampfen bereits in rund 80 Kilometern Höhe und kommen daher nie auf der Erde an.

Das, was wir als leuchtende Lichtspur sehen, sind aber nicht die Staubkörnchen selbst, sondern die durch den Kontakt mit ihnen angeregten Luftmoleküle. Die auf sie übertragene Energie ionisiert die Atome und erzeugt ein leuchtendes Plasma, das die helle Spur erzeugt. 

Wie kann ich die Leoniden am besten beobachten?

Seinen Höhepunkt hat der Leonidenschauer in diesem Jahr in der Nacht vom 17. zum 18. November. Der Mond ist zu dieser Zeit noch nicht ganz halb, daher überstrahlt er die Sternschnuppen nur wenig. Am besten und meisten Sternschnuppen fallen 2015 in der zweiten Nachthälfte, aber auch davor kann man bei gutem Wetter schon einige sehen. Günstig ist dabei ein dunkler Standort, von dem man den Himmel gut sehen kann.

NPO
Total votes: 110