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LEXIKON

Byzantnisches Reich

Oströmisches Reich; Rhomäisches Reich; Ostrom; Byzanz

Byzanz als Teil des Römischen Reiches (300 476)

Da das Römische Reich zu groß geworden war, um von einem Zentrum aus effektiv regiert werden zu können, teilte Kaiser Diocletian (282305) das Reich in einen östlichen und einen westlichen Teil, die jeweils unter einem „Augustus“ standen, dem wiederum ein „Caesar“ beigeordnet war, der nach einer festgesetzten Zeit dessen Nachfolger werden sollte (Tetrarchie, Viererherrschaft). Auch wenn diese Konstruktion sich in der Praxis nicht bewährte und später wieder aufgegeben wurde, bürgerte sich im 4. Jahrhundert die Zweiteilung in einen Ost- und einen Westteil ein.
Der Ostteil war ökonomisch stärker, und seine wirtschaftlich wichtigsten Provinzen wurden weniger von feindlichen Einfällen heimgesucht als der Westen, der sich schon seit dem 2. Jahrhundert immer wiederkehrender Einfälle der Germanen zu erwehren hatte. Auch der allgemeine Bevölkerungsrückgang, innere Unruhen und religiöse Auseinandersetzungen unterminierten in stärkerem Maße die Widerstandskraft Westroms, das schließlich an diesen Problemen zerbrach und 476 unterging. Damit waren die Kaiser in Konstantinopel, der von Konstantin dem Großen 330 gegründeten Hauptstadt Ostroms, die alleinigen Fortsetzer des Römischen Reiches.
  1. Einleitung
  2. Byzanz als Teil des Römischen Reiches (300 476)
  3. Byzanz als Vormacht des christlichen Europa (476 ca. 630)
  4. Byzanz unter dem Druck des Islam (ca. 630 ca. 850)
  5. Regionale Vormacht (ca. 850 1071)
  6. Byzanz und die Kreuzzüge (1071 1204)
  7. Vom Lateinischen Kaiserreich bis zum Sieg des Osmanischen Reiches (1204 1453)
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