Lexikon
Hormọne
[
das; griechisch
]Hormon: Wirbeltierhormone
| Drüse | Hormon | Funktion (Beispiele) | Kontrolle durch |
| Hypothalamus | Releasing-Hormone | fördern die Ausschüttung von Adenohypophysenhormonen | |
| Inhibierende Hormone | hemmen die Ausschüttung von Adenohypophysenhormonen | ||
| von der Neurohypophyse freigesetzte Hormone | |||
| Neurohypophyse Hypophysenhinterlappen (setzt vom Hypothalamus gebildete Hormone frei) | Oxytocin (Ocytocin) | stimuliert Uteruskontraktionen und das Einschließen der Milch beim Stillen | Nervensystem |
| Adiuretin (ADH; Vasopressin) | fördert die Zurückhaltung von Wasser in der Niere | Elektrolyt-Konzentration | |
| Adenohypophyse Hypophysenvorderlappen | Wachstumshormon (GH; Somatotropin) | stimuliert Wachstum (besonders der Knochen) und Stoffwechsel | Hormone des Hypothalamus |
| Prolactin (PRL) | stimuliert bei Säugern die Milchproduktion | Hormone des Hypothalamus | |
| Follikelstimulierendes Hormon (FSH) | regt die Produktion von Eiern und Spermien an | Hormone des Hypothalamus | |
| Luteinisierendes Hormon (LH) | stimuliert Eierstöcke und Hoden | Hormone des Hypothalamus | |
| Thyreotropin (TSH) | stimuliert die Schilddrüse | Hormone des Hypothalamus | |
| Adrenocorticotropin (Adrenocorticotropes Hormon; ACTH) | regt die Nebennierenrinde zur Abgabe von Glucocorticoiden an | Glucocorticoide; Hormone des Hypothalamus | |
| Schilddrüse | Trijodthyronin und Thyroxin | stimulieren Stoffwechselprozesse | TSH |
| Calcitonin | senkt den Calciumspiegel im Blut | Calcium im Blut | |
| Nebenschilddrüse | Parathyrin (PTH) | hebt den Calciumspiegel im Blut | Calcium im Blut |
| Pankreas (Bauchspeicheldrüse) | Insulin | senkt den Glucosespiegel im Blut | Glucose im Blut |
| Glucagon | hebt den Glucosespiegel im Blut | Glucose im Blut | |
| Nebennierenmark | Adrenalin und Noradrenalin | heben den Glucosespiegel im Blut; erhöhen die Stoffwechselaktivität; verengen die peripheren Blutgefäße | Nervensystem |
| Nebennierenrinde | Glucocorticoide | heben den Glucosespiegel im Blut | ACTH |
| Mineralcorticoide | fördern die Aufnahme von Na+-Ionen und Ausscheidung von K+-Ionen durch die Nieren | Kalium im Blut | |
| Hoden | Androgene (Testosteron) | fördern die Spermienbildung sowie die Entwicklung der männlichen sekundären Geschlechtsmerkmale und erhalten diese | FSH und LH |
| Eierstöcke | Östrogene (Östradiol) | fördern den Aufbau der Uterusschleimhaut sowie die Entwicklung der weiblichen sekundären Geschlechtsmerkmale und erhalten diese | FSH und LH |
| Gestagene (Progesteron) | fördern den Aufbau der Uterusschleimhaut | FSH und LH | |
| Zirbeldrüse | Melatonin | beteiligt an biologischen Rhythmen | Hell-Dunkel-Zyklus |
| Thymus | Thymosin | stimuliert an der Immunabwehr beteiligte Zellen | unbekannt |
Hormone und endokrine Drüsen
Hormone und endokrine Drüsen
© wissenmedia
Hormone wirken immer nur auf bestimmte Organe (Ziel- oder Erfolgsorgane). Diese haben besondere Bindungsstellen auf den Zellmembranen (so genannte Rezeptoren), an die die Hormonmoleküle andocken und dadurch bestimmte Reaktionen im Zellinnern auslösen. Hormone sind also wirkungsspezifisch, aber sie sind nicht artspezifisch (Diabetiker können z. B. mit dem Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Schlachttieren behandelt werden.)
Die Hormonbereitstellung wird in der Art eines Regelkreises gesteuert. Bei der Thyreotropinproduktion z. B. bewirkt das von der Hypophyse ausgeschüttete Hormon in der Schilddrüse die Abgabe von Thyroxin; dieses Hormon gelangt über die Blutbahn zur Hypophyse zurück und stoppt dort die Thyreotropinabgabe. Das Beispiel zeigt auch, dass eine Hormonabgabe vielfach durch eine übergeordnete Hormondrüse, hier die Hypophyse, gesteuert wird (hierarchisches Prinzip).
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