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LEXIKON

Mielke

Erich, deutscher Politiker (SED), * 28. 12. 1907 Berlin,  21. 5. 2000 Berlin; seit 1925 Mitglied der KPD, 1931 des Mordes an zwei Polizeioffizieren in Berlin beschuldigt, Flucht ins Ausland; seit 1945 in der SBZ bzw. DDR am Aufbau der politischen Polizei beteiligt, 19501953 Staatssekretär, 19571989 Minister für Staatssicherheit; 19761989 Mitglied des Politbüros der SED; 1980 Armeegeneral. Im Dezember 1989 wurde Mielke u. a. wegen Machtmissbrauchs verhaftet. Wegen der Polizistenmorde von 1931 wurde er 1993 zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. 1995 wurde Mielke vorzeitig aus der Haft entlassen. Im August 1998 stellten die Justizbehörden wegen Verhandlungsunfähigkeit alle Ermittlungsverfahren gegen Mielke ein.
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