Lexikon
Raumstation
Orbitalstationbemannter Satellit mit Aufenthalts-, Labor- und Beobachtungseinrichtungen für eine mehrköpfige Besatzung und eine längere Zeitdauer. Eine ständig bemannte Raumstation ist das Ziel der bemannten Raumfahrt sowohl in den USA als auch in Russland, da sie wirtschaftliche und strategische Bedeutung hat. Die UdSSR brachte zwischen 1971 und 1982 sieben Raumstationen des Typs Saljut in Erdumlaufbahnen. Die USA starteten Skylab am 14. 5. 1973, europäische Staaten entwickelten das Labor Spacelab. Die Sowjetunion hat mit der Saljut-Serie und der am 19. 2. 1986 gestarteten Station Mir (1987 um das Astrolabor Kwant erweitert) Erfahrungen mit Langzeit-Aufenthalten im Weltraum gemacht.
Skylab-Raumstation
Skylab-Raumstation
Skylab-Raumstation mit Zentralkörper und Solarpaddeln, im Hintergrund der »blaue Planet« Erde
© wissenmedia
Mir im All
Raumstation Mir
Die Raumstation Mir, die 1986 die Raumstation Saljut 7 ablöste, wurde 2001 kontrolliert zum Absturz gebracht.
© wissenmedia
Die USA haben seit dem Start ihrer experimentellen Raumstation Skylab keinen bemannten Langzeitflug in der Erdumlaufbahn durchführen können, da der bemannte Raumtransporter (Spaceshuttle) maximal nur etwa 10 Tage in der Umlaufbahn bleiben kann. Der Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS) begann im November 1998 mit dem Start des ersten Moduls „Sarja“. Bis voraussichtlich 2010 sind fast 50 Starts mit US-Raumfähren und russischen Raketen geplant, um alle Module ins All zu befördern. Der europäische Beitrag zur ISS ist das Labormodul Columbus, ein Mehrzwecklabor für Forschungen auf dem Gebiet der Materialwissenschaften, Physik und Biowissenschaften.
ISS - Internationale Raumstation
ISS - Internationale Raumstation
Die Internationale Raumstation ISS von der Discovery aus gesehen im November 2007
© NASA, Washington
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