Lexikon
rumänische Kunst
Malerei
Stil und Ikonographie der altrumänischen Malerei waren zunächst stark von der byzantinischen Kunst abhängig. Die wichtigsten Monumente der walachischen Malerei (Wandgemälde der Bischofskirche Curtea d'Argeş und der Kirche von Cozia, beide 14. Jahrhundert) sind der Athoskunst nachempfunden. Eigenständige Leistungen finden sich hingegen in der von folkloristischen Elementen bestimmten Malerei des Moldaugebiets, für die im 15. und 16. Jahrhundert der reiche Freskenschmuck von Kirchenaußenwänden charakteristisch ist (Wandmalereien der Voronet-Kirche und der Klosterkirche Sucevita). Die eigentliche rumänische Ikonenkunst beginnt nach 1500. Im 17. Jahrhundert herrschten in der Ikonenmalerei Einflüsse der Moskauer Malerschule vor. Durch die Historienmalerei Ion D. Negulicis (1812–1851) u. a. verstärkte sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts die nationale Strömung der rumänischen Malerei, der bis zum 1. Weltkrieg eine französisch orientierte Richtung gegenüberstand. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wandte sich die Malerei Rumäniens im Zug der kommunistischen Kulturpolitik dem sozialistischen Realismus zu, der jedoch von vielen Malern in beachtlicher Freiheit variiert wurde. Neue künstlerische Ansätze, meist in Auseinandersetzung mit westlichen Strömungen, wurden durch oppositionelle Künstler verwirklicht. Nach 1989 bildeten diese den Ausgangspunkt für eine lebendige Kunstszene, die vor allem neue Medien in ihre Arbeiten einbezieht und sich Aspekten der Globalisierung widmet, so u. a. M. Preda-Sanc (* 1945), T. Graur (* 1953), O. Bandalac (* 1955), M. Bejenaru (* 1963) oder M. Cantor (* 1977). Sehr lebendig ist in Rumänien die Volkskunst mit Holzarbeiten, Trachten, Keramiken oder Glasarbeiten.
- Einleitung
- Architektur
- Plastik
- Malerei
Wissenschaft
Gesunde Mäuse mit zwei Vätern erzeugt?
Mittels Stammzellen und Gentechnik können Mäuse ohne Mutter, dafür mit zwei biologischen Vätern erzeugt werden. Nun haben Forscher die Methodik so verbessert, dass solche Mäuse länger überleben und teils sogar das Erwachsenalter erreichen. Dafür veränderten die Wissenschaftler 20 Gene mit epigenetischen DNA-Modifikationen, um...
Wissenschaft
Eine flüchtige Hülle
Wie die Erde zu ihrer ersten Atmosphäre kam. Von THORSTEN DAMBECK Gemessen an der Lebensspanne eines Menschen wirken sowohl die Sonne als auch unsere Erde wie unveränderliche Konstanten, die schon immer existiert haben. Doch vor etwa fünf Milliarden Jahren war das, was wir heute unser Sonnensystem nennen, nichts weiter als eine...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Fakt oder Fiktion?
KI-Revolution in der Mathematik?
Karriere mit Cash
Ein Neustart fürs Immunsystem
News der Woche 19.09.2025
Climate Engineering: Versuchskaninchen Erde