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LEXIKON

Sontag

[ˈsɔntæg]
Susan, US-amerikanische Schriftstellerin, Kulturtheoretikerin und Filmregisseurin, * 16. 1. 1933 New York,  28. 12. 2004 New York; fand große Beachtung mit zahlreichen kulturkritischen und kulturtheoretischen Essays, in denen sie sich u. a. für die avantgardistische Literatur der Moderne einsetzte; gilt als scharfe Analytikerin herrschender gesellschafts- und kulturpolitischer Tendenzen. Essays: „Kunst und Antikunst“ 1966, deutsch 1968; „Im Zeichen des Saturn“ 1980, deutsch 1981; „Aids und seine Metaphern“ 1989, deutsch 1989. Romane: „Der Wohltäter“ 1963, deutsch 1966; „Der Liebhaber des Vulkans“ 1992, deutsch 1993; „In Amerika“ 2000, deutsch 2002. Erhielt 2003 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
  • Erscheinungsjahr: 1963
  • Veröffentlicht: USA
  • Verfasser:
    Sontag
    , Susan
  • Deutscher Titel: Der Wohltäter
  • Original-Titel: The Benefactor
  • Genre: Roman
Die US-amerikanische linksintellektuelle Literatur- und Kulturkritikerin und Romanschriftstellerin Susan Sontag (* 1933) bietet in ihrem ersten Roman, »Der Wohltäter«, wenig erzählerische, dafür um so ausgedehntere reflexive und introspektive Passagen. Der 61-jährige Hippolyte erzählt rückblickend sein beschaulich-betuliches Leben in einer ungenannten (offensichtlich französischen) Metropole, wo er vom Geld seines Vaters lebt, gefangen in einer eigenwilligen Wirklichkeit, die von Träumen gelenkt wird, nach denen er sein Leben auszurichten versucht. Die Zuverlässigkeit des Erzählers nimmt gegen Ende des Romans immer mehr ab, Träume überschneiden sich mehr und mehr mit Schilderungen des Alltags. Zuletzt erscheint der ganze Roman als Halluzination eines verwirrten Bewusstseins.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1966.
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