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LEXIKON

Zavattni

Cesare, italienischer Schriftsteller, * 20. 9. 1902 Luzzara, Règgio nellEmìlia,  13. 10. 1989 Rom; schildert humoristisch-melancholisch die Gegensätze des modernen Lebens („Liebenswerte Geister“ 1931, deutsch 1958); verfasste Drehbücher für neorealistische Filme („Fahrraddiebe“ unter der Regie von V. De Sica).
  • Deutscher Titel: Fahrraddiebe
  • Original-Titel: LADRI DI BICICLETTE
  • Land: Italien
  • Jahr: 1948
  • Regie: Vittorio De Sica
  • Drehbuch: Cesare Zavattini, Oreste Biancoli, Suso Cecchi d„Amico, Vittorio De Sica, Adolfo Franci, Gherardo Gherardi, Gerardo Guerrieri
  • Kamera: Carlo Montuori
  • Schauspieler: Lamberto Maggiorani, Enzo Staiola, Lianella Carell
Bereits bei seiner Uraufführung in Rom erntet der Film »Fahrraddiebe« von Vittorio De Sica höchstes Kritikerlob. De Sicas Werk markiert den Höhepunkt des italienischen Neorealismus und beeinflusst viele europäische Filmemacher der 50er Jahre.
In dem ausschließlich mit Laiendarstellern und an Originalschauplätzen gedrehten Film geht es um eine Episode im Leben des arbeitslosen Antonio. Als dieser die Möglichkeit erhält, als Plakatankleber zu arbeiten, löst er mit dem letzten Geld seiner Familie ein Fahrrad bei einem Pfandleiher aus und tritt die Stelle an. Da das Fahrrad ihm aber bereits kurze Zeit später gestohlen wird, macht er sich mit seinem kleinen Sohn auf die Suche nach dem Dieb. Als sie ihn finden, kann Antonio ihm jedoch nichts nachweisen. In seiner Verzweiflung stiehlt er selbst ein Fahrrad und wird prompt erwischt.
Obwohl die einfache Geschichte eine existenzielle Bedrohung darstellt, da Antonios Hoffnung auf Arbeit am Fahhrad hängt, zeichnet sie sich durch eine lebendige und unsentimentale Erzählweise aus.
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