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Lofoten: Weiße Sandstrände nördlich des Polarkreises

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Fischerdorf Nusford auf den Lofoten
Aufgrund seiner gut erhaltenen historischen Gebäude ist das kleine Fischerdorf Nusfjord ein großer Anziehungspunkt für Touristen.
Fischern und Wikingern auf der Spur

An der Südküste der Lofoten-Inselkette liegen viele der malerischen Fischerdörfer: Henningsvær und Nusfjord sind wahre Publikumsmagneten.  Die roten Rorbuer – traditionelle Fischerhütten – von Nusfjord drängen sich auf Stelzen um den kleinen Hafen, von hier werden auch Bootstouren angeboten. Fast ganz Nusfjord ist ein Freilichtmuseum und Touristen können in den kleinen Rorbuer übernachten.

Rund um die Fischerdörfer stehen großflächige Holzgerüste wie Galgen in der Landschaft. In den kalten Monaten trocknet hier der Stockfisch. Schon die Wikinger haben den pergamentartigen, durch das Trocknen haltbar gemachten Kabeljau auf ihren langen Schiffsreisen im Gepäck gehabt. Wer mehr über den Alltag der Wikinger lernen will, besucht am besten das Wikingermuseum in Borg auf der Insel Vestvågøy. Die hier ausgegrabene Siedlung bot mindestens 115 Höfen und 1.800 Menschen Platz. Das Highlight: ein über 80 Meter messendes Langhaus, das nun als Wikingermuseum dient. Beim Axtwerfen, Bogenschießen und Rudern kann man hier seinen inneren Wikinger entdecken.

Saltstraumen
Der Saltstraumen ist nicht nur der stärkste Gezeitenstrom der Erde, sondern auch ein beliebter Angelplatz, an dem zum Beispiel der aktuelle Weltrekord-Seelachs gefangen wurde.
Fischen: Vom Ufer oder vom Boot

Die Lofoten ragen weit in den Atlantik hinein und ziehen dadurch große Fischschwärme an ihre Küsten – ein wahres Paradies für Meeresangler. Egal, ob kleine Makrelen vom Ufer oder der meterlange Heilbutt auf hoher See, hier beißt alles, fast ohne Köder. Um Seelachs, Pollack und Rotbarsch zu erwischen, mietet man sich entweder ein eigenes Boot oder nutzt einen der zahlreichen Anbieter.

Wer etwas Zeit mitbringt, kann auch mit der Fähre von Moskenes nach Bodø fahren und dort im berühmten Saltstraumen die Angel ins Wasser halten. Der stärkste Gezeitenstrom der Welt erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde und drückt damit gewaltige Mengen von Fisch durch die Meeresenge. Bei der eigenen Rückreise weiß man dann auch, warum viele zufriedene Touristen große Kühlkisten durch den Flughafen schieben.

YBR, 21.03.2018
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