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DATEN DER WELTGESCHICHTE

24. 3. 1999, NATO erzwingt im Luftkrieg Rückzug der Milošević-Truppen aus Kosovo

Jugoslawien/International

Nachdem am 18. März die Verhandlungen über ein Friedensabkommen für Kosovo im französischen Rambouillet gescheitert sind, weil Jugoslawien die Unterschrift unter das Dokument verweigerte, und eine letzte Mission des US-Gesandten Richard Holbrooke in Belgrad ohne Ergebnis blieb, ordnet NATO-Generalsekretär Javier Solana Luftangriffe gegen militärische Ziele in Jugoslawien an (Operation „Determined Force“). Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg beteiligen sich deutsche Soldaten an Kampfhandlungen. Die jugoslawische Regierung ruft den Ausnahmezustand aus. Militär und Sonderpolizei verstärken ihre Offensive in Kosovo. Ein großer Teil der kosovo-albanischen Bevölkerung befindet sich auf der Flucht und drängt über die Grenzen nach Albanien und Mazedonien. Russland und die Volksrepublik China verurteilen den NATO-Angriff, der durch keinen Beschluss des NATO-Sicherheitsrats legitimiert sei, als „offene Aggression“ und völkerrechtswidrig. Bis zum Ende des formell nicht erklärten Krieges nehmen auf Seiten der NATO alle Bündnispartner teil mit Ausnahme Griechenlands, Islands und Luxemburgs sowie der neu beigetretenen früheren Warschauer-Pakt-Staaten Polen, Tschechien und Ungarn.

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