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Neue Drogen – die Giftmischer schlafen nicht

Vom Legal High zum verbotenen Rauschmittel

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Dosierung unbekannt

Vertrieben übers Internet in bunten ansehnlichen Tütchen, die ebenso gut Gummibärchen enthalten könnten, bieten synthetische Drogen den Vertreibern enorme Vorteile: Im Gegensatz zu herkömmlichen Rauschgiften wie Heroin oder Kokain, deren Ausgangsstoffe nur in bestimmten Regionen wachsen, können sie überall auf der Welt hergestellt werden. Aus Sicht des Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC) ist dies ein Grund dafür, dass die Herstellung synthetischer Drogen immer weiter voranschreitet.

Für Konsumenten besteht der Vorteil dieser Designerdrogen darin, dass sie in herkömmlichen Tests nicht nachweisbar sind, sie schlüpfen durch jede Polizeikontrolle. Aber die Gefahren wiegen schwerer: Die Dosierung der Wirkstoffe ist ebenso wenig bekannt wie die Wirkungsweise. Jeder, der eine neue Droge zu sich nimmt, geht ein großes Wagnis ein. Im vergangenen Jahr starben in Deutschland drei Menschen an den Folgen des Konsums von Legal Highs. Zudem gibt es keine Studien zu Langzeitwirkungen.

von wissen.de-Autor Jens Ossa, September 2012
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