wissen.de
Total votes: 183
wissen.de Artikel

Ökoeffizienz

...
Dabei gilt es die ökologischen Auswirkungen in jeder Phase der Produktion zu überwachen. Es wird also sowohl der Herstellungsprozess als auch der Gebrauch sowie die spätere Entsorgung mit einbezogen. Mit möglichst geringem Ressourceneinsatz soll ein mehrfacher Nutzen erzielt werden, indem Material- und Energieintensität verringert, der Schadstoffausstoß reduziert und die Umweltbelastung durch den Einsatz wieder verwertbarer Materialen herabgesetzt wird. Anders als noch in den 1970er und 1980er Jahren, als Einzelthemen wie Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Abfallbeseitigung und Naturschutz die ökologische Diskussion beherrschten, ging es nun um eine Gesamtlösung, die sich noch dazu rechnen sollte. Es sollte die Möglichkeit geschaffen werden, Energie und Rohstoffe um ein mehrfaches effizienter zu nutzen. Die Konsequenzen industrieller Produktion sollen entschärft werden, da man auf dem Umweltgipfel 1992 erkannt hat, dass unsere traditionelle Produktionsweise langfristig nicht funktionieren kann. Das System sollte weniger destruktiv werden.


Das Prinzip der Öko-Effizienz entwickelte sich zu einem Trend. Für große Konzerne sind sie zum Wettbewerbsfaktor geworden und auch Banken stellen Portfolios anhand von Ökoeffizienz-Kriterien zusammen, die sich durch eine überdurchschnittliche Börsenperformance auszeichnen.


Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die die Ziele der Öko-Effizienz als beschränkt ansehen: Verringerung, Wiederverwendung und Recycling würden zwar den Prozess der Verschmutzung und Erschöpfung verlangsamen, ihn aber nicht stoppen. Sie propagieren daher öko-effektive Lösungen, deren Ansatz lautet: Abfall ist Nahrung. Das heißt: Alle Produkte werden so entwickelt, dass sie entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können, oder als technische Nährstoffe kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden.

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
Iris Hilberth
Total votes: 183