21.05.2015
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Aktien, Fonds & Co: Mit Anlagestrategie zum Erfolg

“Das Unglück kommt von allein, um das Glück hingegen müssen wir uns bemühen”, schreibt Stefan Klein in seinem Besteller “Die Glücks-Formel oder Wie die guten Gefühle entstehen”. Was für das Leben im Allgemeinen gilt, trifft auch beim Besonderen zu: Die richtige Geldanlage gibt es nicht gratis - man muss sich um sie bemühen. Anders gesagt: Mit einer passenden Strategie kommt man seinen Zielen meist näher, als durch Entscheidungen aus dem Bauch heraus.

Welche Kriterien bestimmen die Geldanlage?

Welche Erwartungen hat man bei der Geldanlage? Ist es der zukünftige Kauf eines Autos oder der Erwerb einer Immobilie? Soll eine einmalige Weltreise finanziert oder für den Ruhestand vorgesorgt werden? Die Fragen verdeutlichen, dass es für die richtige Anlagestrategie auf die Persönlichkeit des Anlegers mit den eigenen Bedürfnisse und Zielen ankommt - und nicht auf aktuelle Marktbedingungen. Drei Kriterien spielen bei der Entscheidung für die passende Kapitalanlage eine entscheidende Rolle: Sicherheit, Liquidität und Rentabilität.

 

Sicherheit

Beim Kriterium Sicherheit geht es um das Bewahren des angelegten Kapitals. Die Sicherheit einer Geldanlage hängt eng damit zusammen, welchen Risiken sie ausgesetzt ist. Wer in diesem Zusammenhang großen Wert auf Sicherheit legt, der wird sich eher für festverzinsliche Bundesanleihen entscheiden als für Hedge Fonds, bei denen es Geschäft der Fondsmanager ist, Wetten auf steigende und fallende Kurse abzuschließen. Um den Faktor Sicherheit zu erhöhen, bietet sich eine ausgewogene Aufteilung - eine Diversifizierung - des Anlagevermögens an.

 

Liquidität

Bei der Liquidität steht im Mittelpunkt, wie schnell und einfach über das eingesetzte Kapital wieder verfügt werden kann. Für wen also bei der Geldanlage Liquidität das entscheidende Kriterium ist, für den sind ein Tagesgeldkonto, Fest- bzw. Termingelder, Sparbücher oder Geldmarktfonds eher geeignet, als langfristige Anlage-Produkte wie Rentenversicherungen oder Kapital-Lebensversicherungen. Wer schnell wieder flüssig sein will, muss allerdings auch mit weniger Rendite rechnen.

 

 

Rentabilität

Bei der Rentabilität einer Kapitalanlage geht es um deren Ertrag bzw. die Rendite. Rendite meint das Verhältnis des jährlichen Ertrags bezogen auf den Kapitaleinsatz - gegebenenfalls unter Berücksichtigung der verbleibenden Laufzeit des Wertpapiers. Zins- und Dividendenzahlungen spielen hier ebenso eine Rolle wie sonstige Ausschüttungen und die Wertsteigerung des Anlageprodukts. Gute Renditechancen haben in der Regel langfristig angelegte Aktien bzw. Aktienfonds, während ein Sparbuch in Bezug auf Rentabilität wenig attraktiv ist.

 

 

Wie finde ich meine persönliche Anlagestrategie?

Sicherheit, Liquidität und Rentabilität bilden zusammen das so genannte “magische Dreieck der Kapitalanlage - d. h. sie stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander. Bei einem möglichst hohen Grad an Sicherheit der Kapitalanlage muss nämlich oft mit einer niedrigen Rendite gerechnet werden. Andererseits sind Geldanlagen mit hohen Renditechancen meist auch mit hohen Risiken verbunden. Und bei liquiden Anlagen müssen häufig Renditennachteile in Kauf genommen werden. Bevor man also mit dem Anlageberater der Bank die Anlagestrategie festlegt, muss die Gewichtung der Kriterien klar sein: Wie viel Risiko will und kann ich eingehen? Wie groß muss der Kapitalanteil sein, über den ich schnell verfügen kann? Und: Wie viel kann ich in langfristige Anlagen investieren? Aus den individuellen Antworten auf diese Fragen entsteht nicht nur ein Anlegerprofil, sonder auch die entsprechende Anlagestrategie.

 

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von Michael Fischer, wissen.de