28.11.2013
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Popliteratur

von dem Begriff Pop-Art [1] abgeleitete Bezeichnung für einen literarischen Schreibstil, der den Zeitgeist der jüngeren Generation einzufangen versucht. Ursprünglich in den 1960er Jahren in den USA im Umfeld der Beat Generation [2] entstanden und 1968 von Rolf Dieter Brinkmann [3] in Deutschland eingeführt, bricht die Popliteratur mit den herkömmlichen literarischen Traditionen und nimmt in Inhalt und Sprache besonders Bezug auf die Alltags-, Populär- und Jugendkultur (vor allem in Anknüpfung an die Bereiche Popmusik und Medien). Die Texte berichten in realistischer Erzählweise und unter Verwendung von Slang, Umgangs- oder Szenesprache häufig aus dem Leben von Heranwachsenden oder von gesellschaftlichen Außenseitern; deutschsprachige Vertreter u. a.: Rainald Goetz, [4] Benjamin von Stuckrad-Barre, [5] Christian Kracht, [6] Alexa Hennig von Lange [7].