21.05.2015
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Abenteuer UMTS

UMTS steht für Universal Mobile Telecommunications System. Es handelt sich dabei um einen internationalen Standard, der bei einer Datenübertragungsrate von bis zu 2 Mbit/s neben den klassischen Mobilfunkdiensten auch mobile Multimediaanwendungen und einen schnellen Internetzugang ermöglicht.

Glückliches Ende

Im Sommer 2000 erwarben sechs Mobilfunkunternehmen in Deutschland die nötigen Lizenzen (bis 2020) zum Aufbau und Betrieb des Netzes. Ging es zunächst eher zögerlich voran, so konnte die sogenannte dritte Mobilfunk-Generation im Jahr 2004 endlich an den Start gehen. Mittlerweile haben die großen Netzbetreiber mindestens ein UMTS-Handy im Angebot. Diese brillieren mit Videotelefonie, MP3-Playern, Bluetooth und ermöglichen natürlich auch den Multimedia-Message-Service (MMS). Preislich bewegen sich die Geräte bis auf weiteres im oberen Preissegment.

Da UMTS noch nicht überall verfügbar ist, funken die Handys sowohl im UMTS- als auch im GSM-Netz (Dual-Handys), damit der Empfang nicht abreißt, wenn der Nutzer beispielsweise während einer Autobahnfahrt telefoniert. Der Übergang von GSM zu UMTS ist somit fließend. Gerade dieses technisch komplizierte Zusammenspiel zwischen beiden Netzen war allerdings ein Faktor, warum sich die Inbetriebnahme des UMTS-Netzes so lange verzögert hat.

Perspektiven

Allen Unkenrufen zum Trotz, die in den vergangenen Jahren immer wieder laut wurden - UMTS hat eine Zukunft. Denn langfristig werden immer mehr Menschen mobil telefonieren. Schon heute gibt es in Deutschland mehr Mobilfunkteilnehmer als Festnetzanschlüsse. Nach einer Studie der Deutschen Bank wird Ende 2004 jeder sechste Mensch auf der Welt Besitzer eines Handys sein. Mit wachsender Kompetenz der Anwender und stärkerer Nutzung des mobilen Internets wird aber auch der Bedarf an Übertragungskapazität und -qualität steigen - und damit die Nachfrage nach breitbandigen Diensten wie UMTS.