27.11.2013
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Sensualsmus

[
lateinisch
]
eine besonders in England heimische philosophische Richtung, die alle Bewusstseinsinhalte aus Empfindungen bzw. Sinneseindrücken oder Wahrnehmungen ableitet. Für die Stoiker war die Seele ohne Wahrnehmungen eine leere Tafel; J. Locke [1] verglich sie mit einem weißen Papier, das seine Schrift erst von der äußeren (und inneren) Wahrnehmung erhält. Unterschieden wird zwischen der Auffassung, für die aller Stoff der Erkenntnis aus der Sinnlichkeit stammt, und der im engeren Sinne sensualistischen Auffassung, für die das Erkennen selbst zur Sinnlichkeit gehört (E. B. de Condillac [2], H. Czolbe [* 1819,  1873], L. Feuerbach [3] u. a.) oder für die es nur Empfindungen gibt (E. Mach [4]).