21.05.2015
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wissen.de Artikel

Mit gepflegtem Aussehen zum Erfolg

Der Weg zum Traumjob ist häufig ein steiniger. Vom Bewerbungsschreiben bis hin zum Vorstellungsgespräch heißt es zu überzeugen. Und das nicht nur durch gute Abschlüsse, die berufliche Erfahrung und Schlüsselqualifikationen wie Eigeninitiative, Flexibilität und Kreativität. Auch der Phänotyp, also das äußere Erscheinungsbild, kann rasch über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Einigen Kindern werden Erfolg und Schönheit bereits in die Wiege gelegt
Schon im Kindesalter spielt das Aussehen eine entscheidende Rolle. Adrette Kinder hinterlassen in der Regel einen guten Eindruck bei den Lehrern, was sich durchaus auf die Schulnoten auswirken kann. Erfolge, ob in der Schule oder privat, stärken in jungen Jahren das Selbsbewusstsein und schaffen damit die Voraussetzung für eine erfolgreiche Jobsuche im Erwachsenenalter. Dies glauben zumindest 93 Prozent der 1300 befragten Personalchefs in den USA. Attraktivität und gepflegtes Aussehen gelten als Erfolgsfaktoren - mannigfache Studien belegen dies. Wer gut aussieht, verdient auch bei gleicher Qualifikation bis zu fünf Prozent mehr als seine eher weniger ansehnlichen Mitarbeiter.

Woher kommt dieses Denken? Es ist dem Menschen mehr oder minder angeboren. Mit der Attraktivität des Betrachteten assozieren wir zugleich seine physische Verfassung. Je besser diese ist, desto größer schätzen wir auch dessen Leistungsfähigkeit ein - sowohl die des Körpers als auch die des Geistes. Besonders spürbar sei dies bei der Partnerwahl: gutaussehende und intelligente Männer suchten demnach in den meisten Fällen hübsche und gebildete Frauen. Die Kinder, die aus solchen Partnerschaften hervorgingen, erbten gewisse Eigenschaften und stünden ihren Eltern oft in nichts nach. Die Startbedingungen für das zukünftige Leben seien somit denkbar gut.

Was ist attraktiv?

Attraktivität als Erfolgsfaktor
Für schön befinden wir insbesondere diejenigen, deren Gesichtszüge symmetrisch erscheinen, die über eine glatte und gesunde Haut verfügen und einen gut geformten, respektive schlanken Körper vorweisen können. Entscheidend sind auch Körpergröße und die Haare auf dem Kopf - sofern man noch welche hat. Nicht nur, dass größere Männer es tendenziell leichter haben, eine Frau zu finden, ihr Einkommen beträgt zudem bis zu sechs Prozent mehr, als das der kleineren Kollegen. Dies ergab eine Umfrage der Londoner Guildhall Universität. 11.000 berufstätige Männer nahmen an ihr teil. Interessant sind auch Studien, die beweisen, dass Männer mit Halb- oder Vollglatze nicht nur bei Frauen, sondern auch als Stellenbewerber weniger beliebt sind.

Die Körperkultur hat indes eine lange Geschichte. Schon im alten Ägypten verstand man es, seinen Körper in Schwung zu halten. So fand man bei Ausgrabungen diverse Pflegemittel aus Sesam- und Moringa-Öl, falsche Haare und Bärte. Das Bewusstsein für gepflegtes Aussehen ist stärker denn je. Möglich macht es unter anderem die immer innovativer werdende Schönheitschirurgie. "Für mich liegt der Reiz der ästhetischen Chirurgie darin, durch kleine Veränderungen große Wirkungen zu erzielen", formuliert es der Wiener Schönheitschirurg Dr. Wolfgang Metka und fügt hinzu: "Vom Körper als Kunstgebilde bin ich fasziniert."