21.05.2015
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wissen.de Artikel

Steinreich! Was dann?

In Geld schwimmen wie Dagobert? – Geht das eigentlich? Wir beantworten auch nicht ganz alltägliche Geld-Fragen.

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"1928 / Mickey Mouse / Onkel Dagobert ""Duck Tales"""

"Onkel Dagobert ""Duck Tales""."

In Geld schwimmen wie Dagobert Duck - geht das?

Nein, schwimmen kann man nur in Flüssigkeiten. Denn nur in Flüssigkeiten sind die Moleküle locker genug miteinander verbunden, dass wir sie mit unseren Bewegungen verdrängen können. Würden wir versuchen, in einer Masse aus Geldmünzen und Scheinen zu schwimmen, würden wir uns immer tiefer in den „Brei“ hineingraben. Vom Fleck kommen würden wir aber nicht.

Zaster, Kies, Moneten - woher kommen die vielen verschiedenen Begriffe für Geld?

 Das Wort „Zaster“ kommt vom Romani-Wort für Eisen: „saster“. Romani ist die Sprache der Sinti und Roma. Das Wort „Moneten“ haben sich irgendwann einmal Studenten ausgedacht. Vermutlich beim Latein-Lernen. Denn „monetae“ ist das lateinische Wort für Münzgeld. „Kies“ nennen Mineralogen kleine Steine mit besonders starkem Metallglanz und großer Härte. Fällt euch was auf? - Alles hat mit Metall zu tun. Kein Wunder, schließlich gab es lange Zeit nur das Münzgeld. Das Papiergeld wurde erst viel später eingeführt.

„Geld regiert die Welt“ – Stimmt das?

Eigentlich regieren ja die Politiker. Und zumindest in einer Demokratie sind die vom Volk gewählt. So wie bei uns. Ob die Politiker selbst vom Geld regiert werden, ob sie also ihre Entscheidungen rein nach finanziellen Gesichtspunkten fällen, hängt meist davon ab, ob sie bzw. ihre Partei sich durch Wirtschaftskonzerne und deren Interessensvertreter („Lobbyisten“) beeinflussen lassen oder nicht. Davon also, welche sinnvollen Konzepte sie gegen eine Übermacht des Geldes entwickelt haben und wie sie diese umsetzen, um unsere Wirtschaftsform, die so genannte „soziale Marktwirtschaft“, zu verteidigen.

 

 

Euro, Euro, du musst wandern - Wie kommt der Euro in den Geldbeutel?

 

Zunächst einmal muss die Euromünze in einer der im gesamten Euro-Raum verteilten Münzstätten hergestellt, „geprägt“ werden. Deutsche Euros werden in einer der fünf deutschen Münzstätten geprägt. Sie stehen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Karlsruhe. Wie viele Münzen pro Land geprägt werden, darüber entscheiden Bundesbank und Europäische Zentralbank.

Von so einer Münzstätte wandert der Euro dann zur Bundesbank in Frankfurt am Main. Sie verleiht an alle anderen Banken in Deutschland Geld. Diese Banken verleihen dann das Geld weiter, zum Beispiel an dich.

Scheine und Münzen - was ist drauf?

Die Euro-Scheine zeigen alle ein Motiv der europäischen Architektur, jeweils aus verschiedenen kunstgeschichtlichen Epochen. Die Vorderseite („recto“) stellt ein oder mehrere Fenster oder Tore dar, während auf der Rückseite („verso“) immer eine Brücke zu sehen ist, die die Verbindung der einzelnen Länder innerhalb der Europäischen Union symbolisieren soll. Dabei sind keine realen Bauwerke abgebildet, sondern eine Zusammenstellung aus Stilmerkmalen einzelner Epochen. So zeigt der graue 5-Euro-Schein die Antike, der rote 10er die Romanik, der blaue 20er die Gotik, der orangene 50er die Renaissance, der grüne 100er Barock und Rokoko, der gelb-braune 200-Euro-Schein die Industrialisierung und der lilafarbene 500-Euro-Schein die moderne Architektur.

 

Die Münzen aller Euro-Staaten haben eine gemeinsame Vorderseite, die den Wert der Münze zeigt. Die Rückseiten unterscheiden sich von Land zu Land - von der einfachen Abbildung des Staatsoberhaupts (zum Beispiel Belgien) bis zu einer unterschiedlichen Ausführung für jede einzelne Münze (zum Beispiel Österreich).

 

Wer sind die drei reichsten Menschen der Welt?

Der reichste Mensch der Welt ist derzeit (2006) der Gründer des amerikanischen Software-Unternehmens Microsoft, Bill Gates. Er besitzt rund 50 Milliarden US-Dollar. Der zweitreichste ist der amerikanische Investor und Gründer der Investment-Firma Berkshire Hathaway, Warren Buffet. Sein Vermögen beträgt 42 Milliarden US-Dollar. Am drittreichsten ist mit 30 Milliarden US-Dollar der mexikanische Unternehmer Carlos Slim Helú.

 

Wer sind die drei reichsten Deutschen?

Die Gründer des Lebensmitteldiscounters Aldi, Karl und Theo Albrecht, sind die mit Abstand reichsten Deutschen (Stand 2006). Sie besitzen jeder etwa 16 Milliarden Euro. Karl, dem Aldi Süd gehört, ist noch ein bisschen reicher als sein jüngerer Bruder Theo, dem Inhaber von Aldi Nord.

Der drittreichste Mensch Deutschlands ist der Besitzer von Lidl und Kaufland, Dieter Schwarz. Er besitzt ungefähr 10 Milliarden Euro.

von Ariane Greiner