21.05.2015
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Wann wird's mal wieder Sommer?

Sommer - wer sehnt diese Jahreszeit nicht herbei? Endlich Kanu fahren, wandern, baden, grillen und die lauen Sommerabende genießen. Am 21. Juni um 9.38 Uhr erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren Höchststand. Und laut Kalender beginnt der Sommer...

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Mittsommerfeuer

Die traditionellen Mittsommerfeuer werden vor allem im Norden und Osten Finnlands angezündet.

Der längste Tag des Jahres wird in Finnland mit dem „Johannisfest“ gefeiert – und zwar immer an dem Freitag, der zwischen den 19. und 25. Juni fällt. So haben sie am Wochenende Zeit sich von den nächtlichen Feiern zu erholen. Denn an Schlaf ist an "Juhannus" nicht zu denken. Besonders nicht in den nördlichen Teilen Finnlands. Im Extremfall geht die Sonne über zwei Monat nicht unter, wie in Utsjoki, dem nördlichsten Punkt Finnlands. In Rovaniemi, der Hauptstadt von Finnisch Lappland direkt am Polarkreis, wird es rund einen Monat lang nicht dunkel.

Tanz um den Maibaum

Wenn das Wetter mitspielt, finden die Feste unter freiem Himmel statt. In Finnland werden regional unterschiedliche Bräuche gepflegt. Während man in Gesamtfinnland große Feuer entzündet, gibt es auf den schwedischsprachigen Åland-Inseln einen besonderen Brauch: Hier tanzen die Finnen um einen mit Blumen und Laub geschmückten Mittsommerbaum. Der Ursprung dieser Tradition wird auf den Maibaum zurückgeführt. Angeblich brachten deutsche Einwanderer diesen Brauch aus ihrer Heimat mit. Da es im Mai noch nicht genügend Laub und Blumen zum Schmücken gab, wurde der Baum eben erst später aufgestellt: zur Mitternachtssonne. Die Mittsommerfeuer wurden ursprünglich zur Vertreibung von bösen Geistern entzündet. Heute laden sie vielmehr zu einem netten Beisammensein ein.

Die Geschichte der Sonnwendfeiern

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Mittsommer

Zu Mittsommer zünden die Finnen große Feuer ein. Ursprünglich, um böse Geister zu vertreiben. Hier ist sogar ein Feuer auf dem Wasser zu bewundern.

Wie die meisten Bräuche haben die jene zur Sonnenwende sehr alte Wurzeln. Offenbar feierten bereits die Menschen in der Jungsteinzeit die Sommer- und Wintersonnenwende. Die Sommersonnenwende war ein heiliger Tag. Zur Feier wurden - meist auf Bergen oder Hügeln - weit leuchtende Feuer angezündet. Unter dem Einfluss des Christentums wurden die Sonnwendfeiern auf den 24. Juni verschoben. Um den Riten eine christliche Bedeutung zu geben, feierte die Kirche an diesem Tag den Geburtstag von Johannes dem Täufer.

aus der wissen.de-Redaktion