21.05.2015
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Windparks auf dem Meer

Bereits heute liefert Windkraft rund vier Prozent unseres Stroms und ist neben der Wasserkraft der führende regenerative Energieträger in Deutschland. Das ist ein erster Schritt, aber für die Energieversorgung der Zukunft nicht genug.

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Windkraft

Die Zukunft liegt auf dem offenen Meer.

Weiteres Wachstum ist an Land jedoch schwer realisierbar, denn windreiche Standorte sind kaum noch vorhanden. Wenn an Land kaum noch Windturbinen errichtet werden können, warum nicht auf windreiche Gewässer ausweichen?

Die Zukunft der Windkraft liegt vor unseren Küsten
 

Vor Deutschlands Küsten findet man nicht nur viel Platz für so genannte Offshore-Windparks, sondern vor allem viel Wind. Strom kann hier mit höherer Kontinuität erzeugt werden. Angesichts dieser Möglichkeiten sehen Experten die Windkraft in Deutschland langfristig mit einem zweistelligen Prozentanteil in der Gesamterzeugung.

 

Ziel von E.ON ist es, bis 2011 in 500 MW Offshore-Windenergie zu investieren. Dazu plant der Konzern ein stufenweises Vorgehen und mehrere Pilot- und Demonstrationsprojekte an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Aktuell erprobt E.ON bereits eine der ersten großen 5 MW Testanlagen in Cuxhaven. Da diese Leistungsgröße neu ist, steht die Anlage zunächst wenige Meter vor der Küste auf dem Festland. Darüber hinaus ist der Energie-Erzeuger am Windpark Borkum beteiligt, der 2008 mit einer Leistung von 60 MW errichtet werden soll.

 

Natur und Technik - es gibt viele Herausforderungen zu meistern

 

Vor unseren Küsten ist der Platz aber nicht unbegrenzt. Vor allem die Interessen von Naturschutz, Schifffahrt, Fischerei und Tourismus gilt es zu berücksichtigen. Doch die verbleibenden Standorte erlauben langfristige Perspektiven. Diese Langfristigkeit ist notwendig, denn die Entwicklung von Anlagen für Offshore-Windparks ist extrem aufwändig und teuer. Viele technologische Fragen müssen zuvor geklärt werden: Wie müssen die Fundamente solcher Anlagen beschaffen sein?

 

Welchen Einfluss haben die Windkraftanlagen auf die Ökosysteme durch Schall und Vibrationen? Welche logistischen Voraussetzungen müssen für die Errichtung und den Stromtransport erfüllt werden? Schließlich sollen Anlagen mit Rotordurchmessern und Nabenhöhen von weit mehr als 100 Metern bis zu 45 Metern Tiefe und in einer Küstenentfernung von 30 Kilometern und mehr installiert und strörungsfrei betrieben werden. Und dann müssen die offshore erzeugten großen Strommengen noch an Land zu den Verbrauchszentren transportiert werden.

Von E.ON Energie