21.05.2015
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Ausgestorbene Tiere

... vor 10.000 Jahren

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Vor 600.000 Jahren herrschte auf der nördlichen Erdhälfte eine Eiszeit. Damals waren große Gebiete mit Gletschern bedeckt. Im Laufe der Erdgeschichte wechselten immer wieder Kaltzeiten mit Warmzeiten ab. Viele Tiere, die sich nicht an die Änderungen des Klimas anpassen konnten, starben aus. Vor rund 70.000 Jahren begann die letzte große Eiszeit auf der Nordhalbkugel der Erde. Mehrmals schoben sich gewaltige Gletscher vor und zogen sich wieder zurück. Diese letzte Eiszeit ging erst vor etwa 10.000 Jahren zu Ende.

Tiere der Eiszeit

Während der Eiszeiten waren gewaltige Mengen an Wasser gefroren. Dies hatte zur Folge, dass die Meeresspiegel sanken. Flache Meere trockneten aus. Die Tiere konnten nun von einem Erdteil zum anderen ziehen. So wanderten zum Beispiel Urpferde aus Nordamerika nach Asien ein. Aus Asien wiederum gelangten die Mammuts nach Amerika. Die Lebensräume der Tiere änderten sich im Abstand von einigen tausend Jahren ständig. Riesige Gletscher bildeten oft unüberwindliche Hindernisse. In den abgeschlossenen Gebieten entstanden auch viele neue Tierarten. Es entwickelten sich Riesenformen von Säugetieren.

Am größten war das Mastodon. Dieses Riesenmammut hatte gewaltige Stoßzähne und lebte in Amerika. Das europäische Mammut war kaum kleiner. Das Riesenfaultier war schwerer als ein Elefant. Es lebte am Boden, da es nicht mehr auf Bäume steigen konnte. Die Biber wurden damals so groß wie heute die Bären. Und der Höhlenbär war verglichen mit einem Grizly ein wahrer Koloss. In Europa lebte auch das 1,50 m lange Wollnashorn, das zwei Hörner hatte. Das gefährlichste Raubtier aber war der Säbelzahntiger. Er besaß ein schreckliches Gebiss mit bleistiftlangen Dolchzähnen.

Das große Sterben

Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren starben fast alle Säugetierriesen aus. Sie konnten sich den veränderten Lebensbedingungen nicht anpassen. Nur die Moschusochsen, die es damals schon gab, überlebten bis heute in der Arktis. Als das Eis schmolz und es wärmer wurde, versanken manche Säugetierriesen im Morast. In dem dauernd gefrorenen Boden der Tundra werden immer wieder gut erhaltene Mammuts und vor allem ihre riesigen Stoßzähne gefunden.

 

Viele Tiere wurden auch von den Jägern der Steinzeit ausgerottet. Die Menschen jagten damals nicht nur das Mammut, sondern auch den Höhlenbären und das Wollnashorn. Die großen Säugetiere wie Elefanten, Kamele und Nashörner waren einst über die ganze Erde verbreitet. Heute leben sie nur noch in Teilen Afrikas und Asiens und sind vom Aussterben bedroht.

aus der wissen.de-Redaktion