21.05.2015
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wissen.de Artikel

Ohne Fleiß kein Preis

Der Weg zum Consultant

Wer seinen Abschluss in der Tasche hat, aber keine Praktika vorweisen kann, hat nicht nur im Bereich Consulting heutzutage schlechte Karten. Praxiserfahrung ist inzwischen ein absolutes Muss für frischgebackene Absolventen.

Start in das Berufsleben als Consultant

Eine spezifische Ausbildung zum Consultant gibt es im engeren Sinne nicht. Zwar bieten einige Hochschulen den MBA in Management Consulting an, aber der Einstieg gelingt weit häufiger über ein wirtschaftswissenschaftlich oder juristisch ausgerichtetes Studium. Nach wie vor überwiegen Betriebswirtschaftler, Juristen und Wirtschaftsinformatiker in der Branche, doch auch Psychologen und Geisteswissenschaftler haben bei entsprechender Fortbildung im Studium eine reelle Chance, in eine Consulting-Firma einzusteigen. Wichtig ist: Praxiserfahrung schon während des Studiums zu sammeln.


Der Einstieg

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Schlüssel zum Erfolg

Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium und Praktika sind die Grundvoraussetzung für einen perfekten Start in das Berufsleben.

Während es vor einigen Jahren noch eher eine Ausnahme war, neben dem Studium diverse Praktika zu absolvieren, wird dies von den Unternehmen heute vorausgesetzt. Gerade im Bereich Consulting gibt es gute Möglichkeiten, schon während des Studiums Praxiserfahrung zu sammeln. Große Consulting-Firmen bieten gut organisierte und bezahlte Praktika an, die natürlich für einen späteren Einstieg in das Unternehmen nützlich sind. Schließlich werden hier schon die ersten Kontakte geknüpft. Auch bieten manche Consulting-Firmen Workshops an Universitäten an, die nicht nur einen Einblick in die Unternehmensberatung ermöglichen, sondern auch die Kontaktaufnahme erleichtern.

Traineeprogramme stellen ebenfalls eine Möglichkeit dar, in eine Consulting-Firma einzusteigen. Diese Programme dauern im Schnitt zwischen 12 und 18 Monaten. In der Zeit werden die Trainees nicht nur "on the job" - wie leider in anderen Branchen meist üblich - sondern auch "off the job" geschult. Denn neben dem Einsatz in Projektteams und in unterschiedlichen Abteilungen, ist die Theorie ein fester Bestandteil der Ausbildung.


Berufsbegleitende Fortbildung

Große Consulting-Firmen bieten die unterschiedlichsten berufsbegleitenden Fortbildungen an, darunter: Masterförderprogramme. Denn zunehmend finden sich gerade unter den Berufsanfängern auch Consultants mit dem Abschluss Bachelor. Wichtig bei der Einstellung ist eben nicht nur der Abschluss, sondern auch, welche Voraussetzungen die Bewerber zusätzlich mitbringen. Zu nennen sind hier beispielsweise Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, verhandlungssichere Fremdsprachenkenntnisse und - natürlich - die Praxiserfahrungen während des Studiums.

Doch auch nach mehrjähriger Berufserfahrung ist Weiterbildung für den Consultant kein Fremdwort. Die berufsbegleitende Erlangung bestimmter Berufsexamina wie dem international anerkannten und hochgeschätzten Chartered Financial Analyst (CFA) bieten große Consulting-Firmen an - natürlich auch im eigenen Interesse: Denn nur hochqualifizierte Consultants können Unternehmen erfolgreich beraten.

Ute Becker, wissen.de