01.06.2015
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wissen.de Artikel

Unsere Gesundmacher - Teil 2

Die Folsäure

Heißhunger auf saure Gurken sagt man häufig Schwangeren nach. Dass das nicht nur ein Ammenmärchen ist, sondern in der Tat biologisch begründet ist, liegt an der für Schwangere äußerst wichtigen Folsäure, die Gurken in Mengen enthalten. Doch auch Blattsalate, Spargel, Brokkoli und Kohl sowie Orangen, Weintrauben, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Camembert, Weizenkeime und Sojabohnen sind reich an Folsäure.

Objekt der Begierde bei Schwangeren

Gurken sind reich an Folsäure und die ist besonders in der frühen Schwangerschaft sehr wichtig für die werdende Mutte und ihr Kind.

Folsäure ist extrem wichtig für die Zellteilung und -neubildung und damit für alle Wachstumsprozesse und das Immunsystem. Außerdem reguliert Folsäure den Aminosäure-Stoffwechsel und beugt so dem Arterioskleroserisiko vor.

Bei einem Folsäuremangel kann eine Veränderung des Blutbildes und auch der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes auftreten. Neurologische und psychiatrische Störungen sind ebenfalls möglich. Ein Mangel ist besonders in den ersten Wochen einer Schwangerschaft gefährlich: Er kann zu Aborten, Entwicklungsstörungen und Neuralrohrdefekten wie offener Rücken oder fehlender Gehirnanlage des Kindes führen.

Das Niacin

Die Kartoffel sorgt für ...

ausreichend Niacin und beugt so Hautkrankheiten vor.

Kartoffeln haben's in sich: das Niacin. Doch auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Blattgemüse sowie Fleisch, Fisch, Milch und Eier sind gute Quellen für das Vitamin Niacin, das Nicotinsäure und Nicotinsäureamid umfasst. Der menschliche Körper kann die verschiedenen Formen ineinander umwandeln.

Er braucht es, um Hautkrankheiten aber auch neurologischen Problemen vorzubeugen. Bei Niacinmangel, der häufig mit einem Mangel an Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Pyridoxin (B6) und Protein einhergeht, können Dermatitis, Durchfall aber auch Halluzinationen, Depressionen und Verwirrtheitszustände auftreten.

Die Pantothensäure

Pantothensäuren-Lieferant

Fleisch Braten Kotelett

"Fleisch ist mein Gemüse" schreibt der Romanautor Heinz Strunk. Und betrachtet man den Vitamingehalt von Fleisch, erscheint dieser Satz nicht völlig absurd. Denn Fleisch ist ein wichtiger Lieferant von Pantothensäure. Das ist das Vitamin, das als Bestandteil des Coenzyms A zum Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und einiger Aminosäuren beiträgt sowie für die Synthese von Fettsäuren und Cholesterin von Bedeutung ist.

Da Patothensäure in fast allen Lebensmitteln vorkommt, wenn auch oft nur in geringen Mengen, treten in der Regel keine Mangelerscheinungen auf. Besonders hohe Gehalte von Pantothensäure finden sich außer in Fleisch auch in Eigelb, Fisch und Milch.

von Susanne Dreisbach, wissen.de