21.05.2015
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wissen.de Artikel

Oktoberfest 2010: Maßnahmen für den Nichtraucherschutz

Mit Witz und Humor sollen Besucher vom Rauchen abgehalten werden

Für das Oktoberfest 2010, die Jubiläums-Wiesn, gilt ein strenger Nichtraucherschutz. Doch mit welchen Sanktionen müssen Wiesn-Besucher rechnen, die trotzdem zum Glimmstängel greifen?

Ein Karikaturist setzt Zeichen

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Oktoberfest 2010: Rauchen an der frischen Luft

Nur unter freiem Himmel erlaubt: Rauchen auf dem Oktoberfest 2010.

Die Wiesn-Wirte wollen das Rauchverbot durchsetzen – elegant aber konsequent, und zwar nicht mit Finger zeigenden Verbotsschildern, sondern mit Augen zwinkernden Plakaten und Buttons. Urheber der Motive ist der Künstler und Karikaturist Dieter Hanitzsch. Er selbst definiert die Botschaft mit den Worten alles sei erlaubt, außer eben das Rauchen. Denn Verbotsschilder könnten schließlich viel eher eine "Jetzt erst recht-Haltung" provozieren. Und jenen, die auf Nikotin nicht verzichten können, empfiehlt Hanitzsch, stattdessen zur Schnupftabakdose zu greifen.

 

2011 wird es für Raucher härter

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Oktoberfest 2010: rauchgeschwängerte Bierzelte?

Rauchgeschwängerte Bierzelte gehören auf dem Oktoberfest 2010 der Vergangenheit an.

Die Wiesnwirte hoffen, ihre Gäste ohne große Diskussion davon überzeugen zu können, auf die nichtrauchenden Gäste Rücksicht zu nehmen. Denn auf dem Oktoberfest 2010 gilt ein strenger Nichtraucherschutz. Die nächstliegende Strafe, nämlich jenen, die doch zur Zigarette greifen, die gleichermaßen begehrte Maß zu verweigern, scheint kaum durchführbar.

Da mit dem Aufbau der Zelte traditionell bereits im Juli begonnen wurde, blieb der Regierung in diesem Jahr zu wenig Zeit, den Wirten zur Auflage zu machen, Raucherzonen im Freien zu schaffen, die den Gästen eine Rückkehrmöglichkeit ins Zelt gewährleisten. Ab 2011 aber müssen die Betreiber entsprechende bauliche Maßnahmen für abgetrennte Raucherbereiche einplanen.

von Tina Denecken