22.01.2016
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Den Schafen geht die Wolle aus

"Dies hier ist eine Herde äußerst sinnvoller Schafe, auf dieser Farm hier im Südwesten Englands haben sie die Zeichen der Zeit offensichtlich erkannt." Diese Schafe, die unser Reporter meint, verlieren ihre Wolle im Frühjahr ganz von selbst. Sie müssen also nicht geschoren werden. Allerdings ist damit ihre Wolle auch nicht mehr zu gebrauchen. Allerhöchstens für Vögel, die damit ihre Nester polstern. Aber ist das nicht schade um die Wolle? "Leider ist Wolle kaum noch etwas wert. Über Jahrhunderte hinweg haben wir Schafe gezüchtet, die gute, dicke Wolle produzieren sollten. Aber in letzter Zeit sind die Preise so stark gefallen, dass die Kosten für das Scheren höher sind als das, was wir für die Wolle bekommen würden." Das Schaf taugt also in wirtschaftlicher Hinsicht nur noch als Fleischlieferant. Die Schafzüchter mussten sich etwas einfallen lassen. Diese Bilder gehören in England vielerorts längst der Vergangenheit an. Denn die Züchter setzen nun auf das sogenannte "Ex-Lana-Schaf". Eine Kreuzung aus dem Britischen Schaf und Rassen aus der Karibik und anderen wärmeren Weltgegenden, wo das Schaf gut daran tut, nicht zu viel Wolle auf der Haut zu tragen. Finanzkrisen und Wirtschaftsflauten machen erfinderisch. Auch die englischen Farmer. Der Siegeszug des britischen "Sommer-Nackt-Schafs" scheint nicht mehr zu stoppen.