05.02.2018
Total votes: 11
wissen.de Artikel

Sternenhimmel im Februar 2018

Tierkreiszeichen, Planetenreihe und ein fehlender Vollmond

Der Februar hat für Himmelsgucker einiges zu bieten: Neben den prachtvollen Wintersternbildern und fast allen Tierkreiszeichen leuchten in diesem Monat gleich drei helle Planeten über dem morgendlichen Südost-Horizont. Ungewöhnlich zudem: Der Februar ist diesmal ein Monat ohne Vollmond – ein ziemlich seltenes Phänomen. Und am Südpol gibt es eine partielle Sonnenfinsternis.

Für Sternengucker hat der Februar eine reiche Ausbeute zu bieten. Denn im Laufe der Nacht ziehen fast alle Sternbilder des Tierkreises über den Himmel. Von den Fischen tief über dem abendlichen Westhorizont über den Stier, die Zwillinge und den Krebs bis hin zu den in der zweiten Nachthälfte im Osten aufgehenden Sternbildern Löwe, Jungfrau und Waage. Nur Schütze, Steinbock und Wassermann fehlen – sie stehen im Februar tagsüber am Himmel und sind damit für uns nicht sichtbar.

Ebenfalls prominent am Himmel steht zurzeit das Wintersechseck. Dieses ist kein Sternbild, sondern eine Form, die aus den hellsten Sternen von sechs verschiedenen Sternbildern besteht.  Die Ecken dieses großen Sechsecks bilden die Capella im Sternbild Fuhrmann, der rötliche Aldebaran im Stier, der Rigel als Fußstern des Orion, der Sirius im Großen Hund, der Prokyon im Kleinen Hund und schließlich die beiden Zwillingsterne Kastor und Pollux.

Wintersechseck
Das Wintersechseck wird aus den hellsten Sternen der Wintersternbilder gebildet.

Ein Monat ohne Vollmond

Normalerweise gibt es einmal im Monat einen Vollmond, denn der Abstand zwischen zwei Vollmonden ist mit 29,5 Tagen kaum kürzer als unsere Kalendermonate. Doch der Februar 2018 tanzt aus der Reihe: Er ist ein Monat ohne Vollmond. Das ist selbst bei einem so kurzen Monat wie dem Februar ziemlich selten: Zuletzt gab es das im Februar 1999 und der nächste vollmondlose Monat wird erst wieder im Jahr 2037 zu bestaunen sein.

Zum Ausgleich gibt es dafür in den beiden Nachbarmonaten gleich zweimal einen Vollmond: Am 31. Januar 2018 konnten wir einen besonders großen "Supermond" bestaunen, der sich noch dazu in weiten Teilen der Erde durch eine totale Mondfinsternis vorübergehend blutrot verfärbte. Im März 2018 wird es erneut einen zweiten Vollmond im Monat geben. Ein solcher sogenannter "Blue Moon" kommt im Schnitt alle drei Jahre vor.

Planeten Saturn, Mars und Jupiter in einer aufsteigenden Reihe am Morgenhimmel.
Vom 7.-12. Februar stehen die Planeten Saturn, Mars und Jupiter in einer aufsteigenden Reihe am Morgenhimmel. Der Mond wandert an ihnen vorbei.

Planetenreihe zum Frühstück

Wer in diesen Tagen morgens zum Himmel blickt, der kann einen ganzen Planetenreigen betrachten. Denn kurz vor der Dämmerung bilden Saturn, Mars und Jupiter über dem südöstlichen Horizont eine aufsteigende Reihe. Am besten ist dabei der helle Jupiter zu erkennen: Der Gasriese ist nach dem Mond der hellste Lichtpunkt am Himmel – er löst die im Moment nicht sichtbare Venus als "Morgenstern" ab. Sie taucht erst Ende Februar während der Abenddämmerung wieder auf.

Einen besonders schönen Anblick bietet die drei Planeten vom 7. bis 12. Februar, denn dann wandert die Sichel des Mondes an dieser Planetenreihe entlang. Anfangs steht der Mond dabei nahe am Jupiter, am 9. Februar besucht der den rötlich schimmernden Mars. Am Morgen des 11. Februar zieht die Mondsichel dicht am Saturn vorbei. 

An diesem Morgen hat auch der Mars noch ein Stelldichein: Der Stern Antares steht nur zweieinhalb Fingerbreit vom Roten Planeten entfernt. Seinen Namen, der so viel bedeutet wie "Gegen-Mars", bekam dieser Stern, weil er ähnlich rötlich leuchtet wie der Mars. Am 11. Februar kommen sich diese beiden ungleichen Zwillingsbrüder besonders nahe – das kommt nur alle zwei Jahre vor.

Partielle Sonnenfinsternis
Am 15. Februar gibt es eine partielle Sonnenfinsternis, sie ist aber nur im äußersten Süden der Erde zu sehen.

Partielle Sonnenfinsternis am Südpol

Für die Polarforscher in der Antarktis gibt es am 15. Februar ein weiteres Himmelsereignis zu sehen: eine partielle Sonnenfinsternis. Der Mond schiebt sich gegen 21:00 Uhr unserer Zeit so zwischen Sonne und Erde, dass er sie teilweise verdeckt. Im Gegensatz zu einer totalen Sonnenfinsternis dunkelt sich diesmal nur gut die Hälfte der Sonnenscheibe ab – eine Verfinsterung nimmt man daher dabei kaum wahr.

NPO, 05.02.2018