28.11.2013
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Kalter Krieg

nach dem 2. Weltkrieg aufgekommene Bezeichnung für die potenzielle militärische Konfrontation zwischen den beiden Weltmächten UdSSR und USA. Der US-amerikanische Politiker B. M. Baruch verwendete den Begriff erstmals 1947. Der Gegensatz entstand aus dem Versuch der UdSSR, ihren Einflussbereich v. a. in Europa auszudehnen. Diesem Versuch begegneten die USA mit einer Eindämmungspolitik (containment), die wirtschaftliche und militärische Hilfe umfasste.
Zu wichtigen Bestandteilen des Kalten Kriegs entwickelten sich das Wettrüsten, eine zielgerichtete Bündnispolitik, ideologisch gefärbte Propaganda, Embargomaßnahmen u. a. Einen ersten Höhepunkt erreichte der Kalte Krieg mit der Blockade Berlins 1948/49. Er führte schließlich zur Entstehung von NATO und Warschauer Pakt und eskalierte in regional begrenzten Konflikten (Koreakrieg). Während der Kubakrise 1962 standen die beiden Supermächte am Rande einer atomaren Auseinandersetzung. Erst danach bewirkte eine verstärkte Abrüstungs- und Entspannungsdiplomatie eine strukturelle Veränderung der Gegensätze, ohne jedoch den grundsätzlichen Ost-West-Konflikt zu beenden. Hier kam es erst durch die Politik M. Gorbatschows, den Zerfall der UdSSR und das damit verbundene Ende des Warschauer Paktes zu einer entscheidenden Wende.