01.06.2015
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wissen.de Artikel

Patentingenieur/in

Erfindungen gesucht

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Patentingenieur erfindet nicht selbst, sondern setzt Erfindungen um. Als Angestellter oder Selbstständiger berät er sein Unternehmen bzw. seinen Kunden bei der Anmeldung, Verteidigung und Anfechtung gewerblicher Schutzrechte. Dazu gehören Patente, Gebrauchsmuster, Warenzeichen, Geschmacksmuster oder Sortenschutzrechte. Er formuliert die entsprechenden Anträge, reicht sie ein und überwacht das weitere Verfahren. Regelmäßig führt der Patentingenieur Neuheits-Recherchen durch und gibt dann Empfehlungen gegenüber seinem Auftraggeber ab. Indirekt beeinflusst der Patentingenieur damit auch Vorgaben oder Entscheidungen, welche Produkte neu entwickelt werden sollen. Gegenüber den zuständigen Behörden, dem Deutschen Patentamt oder Europäischen Patentamt sowie dem Bundespatentgericht, vertritt der Patentingenieur die Interessen des Unternehmens.

Arbeitsfelder und Arbeitsmarktchancen

Patentingenieure sind in Patentverwaltungsgesellschaften sowie in Patentabteilungen, Lizenz- und Vertragsabteilungen von Unternehmen aller Branchen tätig. Die Karriereleiter kann bis zur Leitung der Patentabteilung eines größeren Unternehmens oder einer Behörde führen. Es besteht auch die Möglicheit, sich als Partner oder Inhaber eines Patentanwaltbüros selbstständig zu machen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Es gibt die Möglichkeit, eine dreijährige Weiterbildung zum Patentassessor zu absolvieren. Diese bietet beispielsweise die Fernuni Hagen an. Patentingenieure sollten sich regelmäßig über Gesetzesänderungen, die aktuelle Rechtsprechung sowie Schutzrechtsveröffentlichungen informieren. Zudem müssen sie über den technischen Entwicklungsstand im Unternehmen und bei der Konkurrenz auf dem laufenden sein. Kurse, Lehrgänge oder Aufbaustudien informieren zudem über Kommunikations- und Berichtstechniken, Mitarbeiterführung oder Betriebswirtschaft.

Ähnliche Berufsbilder und Synonyme

Verwandte Berufe sind der Patentanwalt oder die Beamten bei den Patentämtern.

Voraussetzungen und Fähigkeiten

Bewerber sollten über gute Kommunikationsfähigkeiten verfügen, sich sprachlich differenziert ausdrücken und komplizierte Sachverhalte anschaulich darstellen können. Daneben sind ein kritisches Beurteilungsvermögen und Organisationsfähigkeiten wichtig.

Ausbildung

Die Ausbildung zum Patentingenieur ist nicht fest geregelt. In der Regel durchlaufen Patentingenieure ein Studium an Universitäten oder Hochschulen in einem ingenieur- oder naturwissenschaflichen Fach oder ein geeignetes Zusatzstudium im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes.

Kontakt

Deutscher Verband der Patentingenieure und Patentassessoren e.V.

Uhlandstraße 1, 47239 Duisburg
E-Mail: vpp@vpp-patent.de
Deutscher Verband der Patentingenieure und Patentassessoren e.V.

Im VPP sind Fachleute des Gewerblichen Rechtsschutzes vereinigt. Mitglieder finden in verschiedensten Bereichen Ansprechpartner.

Deutsches Patent- und Markenamt

Deutsches Patent- und Markenamt, 80297 München
Tel.: 089/21950
Fax: 089/21952221
E-Mail: info@dpma.de
Deutsches Patent- und Markenamt

Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), eine dem Bundesministerium der Justiz nachgeordnete Bundesoberbehörde, ist die Zentralbehörde auf dem Gebiet des Gewerblichen Rechtsschutzes in Deutschland. Zusammen mit seinen Vorläufern - dem Kaiserlichen Patentamt und dem Reichspatentamt - kann das Deutsche Patent- und Markenamt auf eine mehr als 120-jährige Geschichte zurückblicken. Das Amt hat den gesetzlichen Auftrag, gewerbliche Schutzrechte zu erteilen und zu verwalten sowie die Öffentlichkeit über bestehende gewerbliche Schutzrechte mit Wirkung für Deutschland zu informieren.

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