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Raddampfer - Flussaufwärts geschaufelt

Der Mississippi

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Reise in die „dampfende“ Vergangenheit

 

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Raddampfer am Elbeufer, Dresden, Deutschland
Heutzutage werden Heckraddampfer und Seitenraddampfer noch für touristische Zwecke eingesetzt. Vielerorts kann man Ausflugsfahrten auf historischen Raddampfern buchen, die als „schwimmende Museen“ aus der Dampfschifffahrtsära fungieren. So befährt beispielsweise der Raddampfer „Freya“ vom Heimathafen Kiel aus den Nord-Ostsee-Kanal, die Eider und die Elbe. Der Seitenraddampfer wurde vor mehr als 100 Jahren in Holland gebaut. Da die in den 30er Jahren erneuerte Dampfmaschine allein nicht genug Fahrt bringt, fährt die „Freya“ heute zusätzlich mit einem starken Zweitmotor.

In Lauenburg liegt der über 100 Jahre alte Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, ein altes kohlebefeuertes Binnenschiff, das elbaufwärts nach Bleckede fährt. Er ist einer der letzten weithin im Originalzustand erhaltenen Schaufelraddampfer. 

Das Unternehmen Sächsische Dampfschiffahrt in Dresden verfügt über eine Flotte von gleich neun historischen Raddampfern, die zwischen 83 und 133 Jahren alt sind. Die im Dampfer „Diesbar“ befindliche Dampfmaschine gilt heute als die älteste noch im Einsatz befindliche Raddampfermaschine der Welt.

Anna Trine David
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