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Rätsel des Alltags

Murphys Gesetz: Warum fällt das Brot auf die belegte Seite?

Murphys Gesetz lautet: Alles, was schief gehen kann, geht schief. So bleibt es auch nicht aus, das ein Brot, das vom Tisch fällt, fast immer auf der Butter- oder Marmeladenseite landet. Der Grund schon mal vorweg -  die Höhe der meisten Tische.

Ein mathemathematischer Versuch

Der britische Mathematiker Robert Matthews von der Aston University in Birmingham wollte herausfinden, ob Murphy mit seiner Aussage Recht hat und unternahm Großversuche mit etwa 150.000 Schülern. Sie sollten beweisen, ob tatsächlich meist die belegte Brotseite nach einem Sturz auf dem Boden landet.

Der Tumbling Toast Test

In der Londoner Grundschule „Good Shepherd Primary School“ startete 1995 der „Tumbling Toast Test“ mit 80 Broten und 50 Packungen Butter. Das Ergebnis: Wird eine Butterbrotscheibe in die Luft geworfen, fällt sie genauso häufig auf ihre nackte wie auf die Butterseite.

Genug Zeit für eine Drehung

Nur wenn Winkel, Größe und Fallhöhe der Brotscheibe in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander stehen, landet sie tatsächlich auf der Butterseite. Geht man jedoch von der Höhe eines durchschnittlichen Tisches aus, trifft das leider genau zu. Dann bleibt dem Toast im Fall genauso soviel Zeit, wie er für eine Drehung um 180 Grad braucht.

Butter spielt keine Rolle

Das Gewicht der Butter spielt dabei keine Rolle. Sie macht den Berechnungen des Mathematikers zufolge maximal zehn Prozent der Gesamtmasse aus und beeinflusst die Flugeigenschaften der Brotscheibe nur ganz wenig. Auch die glatte Oberfläche des Butteraufstrichs kann mathematisch vernachlässigt werden.

Wer war Murphy?

In den vierziger Jahren diente Edward A. Murphy in der US Air Force und arbeitete als Konstrukteur am Wright Field Aircraft Laboratory. Weil sich einer seiner Forschungsaufträge durch jede Menge Missgeschicke verzögerte, äußerte er den inzwischen weltbekannten Satz: „Anything that can go wrong will go wrong“.
 

Alexander Stahr
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