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Rätsel des Alltags

Schläft man bei Vollmond schlechter?

Die Nacht war qualvoll, ein einziges Hin-und-her-Gewälze. Wie gerädert hat man das Bett am Morgen verlassen. Der Kollege am Arbeitsplatz sieht dem Zimmernachbarn den Schlafmangel an und hat sofort die passende Erklärung bereit: Es ist mal wieder Vollmond. Doch Schlafforscher sind ganz anderer Meinung.

 

Mehr Geburten?

Der Mond hat als Himmelskörper unbestritten Einfluss auf unseren Planeten. Er bewirkt Ebbe und Flut und stabilisiert die Erdachse. Dies geschieht durch seine Masse.

Doch auch seiner Beleuchtung durch die Sonne wird viel zugeschrieben. Bei Vollmond soll es mehr Geburten geben, sollen Schlafwandler aktiv werden, soll man schlechter schlafen, heißt es im Volksmund.

 

Ein klares Nein

Nun, ersteres haben Studien wiederlegt. Dass Schlafwandler auf Lichtquellen reagieren ist eine diskutierte Theorie. Doch dürfte die nächste Straßenlaterne aufgrund ihrer Helligkeit eher anziehend wirken als das deutlich schwächere Mondlicht. Und schläft man bei Vollmond wirklich schlechter? Die Antwort lautet ganz klar nein, denn auch dieser Frage sind Schlafforscher im Schlaflabor nachgegangen.

 

Romantisch und schön

Bleibt die Frage, ob der Mond überhaupt irgendeinen Einfluss auf den Körper hat. Forscher verneinen dies. Nur die Psyche einiger Menschen wird beeinflusst, wenn diese eine klare Vollmondnacht für romantisch oder einfach nur als schön erachten. Vielleicht sagt das Unterbewusstsein dieser Personen dann: Diesen erhebenden Anblick solltest du nicht verschlafen! Und schon ist sie da, die Schlaflosigkeit.
 

Dr. Alexander Stahr
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