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Rätsel des Alltags

Warum fließen Bäche und Flüsse in Schleifen?

Ein Fließgewässer, das sich wie mit dem Lineal gezogen in der Landschaft erstreckt, wird man ohne große Überlegung als Kanal identifizieren. Denn natürliche Bäche und Flüsse fließen stets in mehr oder weniger ausgeprägten Schleifen. Aber warum?

 

Vom Menderes-Fluss

Die Schleifen von Bächen und Flüssen nennt man Mäander. Man sagt, ein Fluss mäandriert. Der Begriff stammt vom griechischen Namen Maiandros für den Menderes-Fluss in Kleinasien. Schon bei den alten Griechen der Antike war dieser Fluss für seine zahlreichen Schleifen oder Flussschlingen bekannt.

 

Ein Hin- und Herschwingen

Fließendes Wasser sucht immer den Weg des geringsten Widerstandes. So auch der Bach und der Fluss. Wenn bei nachlassender Strömung Kies- oder kleine Sandbänke abgelagert werden, bilden diese ein Hindernis. Das Wasser weicht aus. Auch größere Steine oder in das Bachbett gefallene Äste können das Wasser zum Ausweichen zwingen. Das Gewässer beginnt dadurch zu pendeln. Oft bewirkt aber alleine schon das wilde, turbulente Fließen des Wassers ein Hin- und Herschwingen des Wasserstromes und somit die Entstehung von Schleifen oder Mäandern.

von Dr. Alexander Stahr
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