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Rätsel des Alltags

Warum klebt Klebstoff?

Egal, ob für Papier, Holz, Glas, Metall, Gummi oder Kunststoff: Für alle Materialien gibt es einen speziellen Klebstoff. Ja sogar Alleskleber, Sekundenkleber und Klebstoff für Wunden. Doch warum kleben Stoffe aneinander?


Nichts ist glatt

Ein Klebstoff muss im Wesentlichen zwei Eigenschaften besitzen: Er muss sich gut mit dem zu klebenden Stoff verbinden und er muss selbst in sich fest genug sein. Die Verbindung zwischen Klebstoff und einer Oberfläche nennt man Adhäsion. Keine Oberfläche eines beliebigen Materials ist absolut glatt. Der Klebstoff „krallt“ sich sozusagen in die feinsten Unebenheiten oder Vertiefungen eines zu klebenden Stoffes. Verstärken kann man dies bei manchen Klebstoffen durch Druck. So etwa bei Holzleim.


Festigkeit ist relativ

An der Luft härten Klebstoffe in unterschiedlicher Geschwindigkeit aus und werden in sich fest. Dies ist die zweite wichtige Eigenschaft eines Klebstoffes, die als Kohäsion bezeichnet wird. Dabei ist die Festigkeit relativ. Denn ein Klebstoff, der zwei Hölzer verbinden muss, hat eine andere Festigkeit als der elastische Klebstoff für den Fahrradschlauch. Dann gibt es noch Klebstoffe, die zwei zu verbindende Materialien an ihrer Berührungsstelle lösen. Nach dem Aushärten sind beide Materialien regelrecht miteinander verschmolzen, als wären sie ein Stück. Man kennt dies zum Beispiel vom Bau eines Plastikmodells aus Polystyrol.
 

Dr. Alexander Stahr
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