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Rätsel des Alltags

Warum soll man Pilze nicht aufwärmen?

Das Pilzgericht mit Pfifferlingen und Steinpilzen war äußert lecker. Auch die Gäste sind begeistert. Doch trotz aller Euphorie ist noch eine Menge davon übrig geblieben. Rein mit den Resten in den Kühlschrank, wenn die Gäste verschwunden sind. Die Überbleibsel sind auch morgen noch lecker. Oder doch nicht? Drohen sogar Vergiftungen?

 

Warnungen aus alten Zeiten

Unsere Mütter, Großmütter und Urgroßmütter haben vor dem Aufwärmen von Pilzgerichten gewarnt. Dann wären sie mehr oder weniger ungenießbar oder sogar giftig. Vermutlich stammen diese Warnungen aus Zeiten, in denen die Standards bei der Lagerung von Lebensmitteln nicht so hoch waren wie heute.

 

Kälte hilft

Speisepilze setzen sich im Wesentlichen aus Eiweiß und Wasser zusammen. Daher können Bakterien vergleichsweise rasch giftige Abbauprodukte bewirken. Kälte verlangsamt diese Prozesse. Lagert man ein Pilzgericht im Kühlschrank, bleibt dieses mindestens 24 Stunden genießbar. Man sollte das Gericht vor dem Verzehr jedoch auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzen. Pilzgerichte können also durchaus aufgewärmt werden. Guten Appetit!

von Dr. Alexander Stahr
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