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Rätsel des Alltags

Warum verschwindet Schnee auch ohne Tauwetter?

Tauwetter

Die Landschaft liegt unter einer dünnen Schneedecke. Es herrschen eisige Temperaturen und sonniges Wetter. Nach einigen Tagen bemerkt man, dass die Schneedecke dünner geworden und an manchen Stellen sogar trotz anhaltender Minusgrade verschwunden ist. Und derr Boden blieb trocken. Der Grund für dieses Phänomen heißt Sublimation.

 

Ein unmittelbarer Übergang

Steigen die Außentemperaturen über null Grad Celsius, beginnt eine Schneedecke zu schmelzen. Ein Teil des Schmelzwassers geht je nach Witterung in den gasförmigen Zustand über, es verdunstet. Ein anderer Teil vernässt den Boden. Bei Sonnenschein, niedrigen Temperaturen unter null Grad Celsius und sehr trockener Luft geht der Schnee unmittelbar in den gasförmigen Zustand über, was man als Sublimation bezeichnet (von lateinisch sublimo = erhöhen). Dabei bleiben Boden und Schneedecke trocken.

 

Es geht auch umgekehrt

Bei der Sublimation wird der verbleibenden Schneedecke Wärme entzogen, so dass diese weiter abkühlt. Daher ist Sublimation ein relativ langsamer Prozess. Der umgekehrte Vorgang ist die Resublimation, der direkte Übergang vom gasförmigen in den festen Aggregatzustand, wenn feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft. Auf diese Weise entsteht der Oberflächenreif.

Dr. Alexander Stahr
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