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Rätsel des Alltags

Wie kommt das Rauschen in die Muschel?

Muschel
Das Meer, das Meer

 Das Rauschen in der Muschel oder genauer gesagt im kalkigen Gehäuse der Meeresschnecken beruht auf Resonanz.

Es ist ein beliebtes Spiel bei jung und alt: Wer eine Muschel in die Finger bekommt, hält sie sich ans Ohr, um das merkwürdige Rauschen zu vernehmen. Meeresrauschen als Urlaubssouvenir? Weit gefehlt. Wer nun glaubt sein Blut rauschen zu hören, liegt ebenfalls daneben.

Es swingt in der Schnecke

Das Rauschen in der Muschel oder genauer gesagt im kalkigen Gehäuse der Meeresschnecken beruht auf Resonanz. Im Schneckengehäuse befindet sich eine Luftsäule, die eine bestimmte Eigenfrequenz besitzt. Das bedeutet, dass sie mit einer eigenen Geschwindigkeit hin und her schwingt.

Wir hören die Umwelt

Um das Schneckengehäuse herum gibt es jede Menge Umweltgeräusche, die wir oft nicht wahrnehmen, da sie sehr leise sind. Der Hohlkörper des Schneckenhauses verstärkt diese Geräusche zu einem Rauschen. Nur die Töne, die in der Nähe der Frequenz der Luftsäule liegen, werden verstärkt. Deshalb hat auch jedes Gehäuse sein eigenes, ganz besonderes Rauschen. Ein kleines Gehäuse rauscht anders als ein großes Schneckenhaus.

Auch Konservendosen rauschen

Das Gehäuse ist ein Resonanzkörper, genau wie bei Musikinstrumenten. Das Rauschen kann man auch in einem Glas oder einer Konservendose hören. Man kann es sogar mit der hohlen Hand erzeugen. Dass das Blut nicht rauscht beweist die Tatsache, dass man das Rauschen auch mit einem Mikrofon aufnehmen kann.

Dr. Alexander Stahr
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