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Rätsel des Alltags

Wieso wird der Kompost warm?

Wer einen Garten hat, kann Laub, Grünschnitt und Reste aus der Küche kompostieren. Dabei wird in einem Komposthaufen oder Komposter, ähnlich wie im Boden, pflanzliches Material unter Sauerstoffeinfluss von Würmern, Bakterien, Pilzen und anderen Organismen ab- und umgebaut. Dabei kann es im Kompost recht warm werden. Aber wieso?

 

Abwärme im Abfall

Im Komposthaufen oder Komposter wird durch die Arbeit von Tieren, Pilzen und Mikroorganismen organisches Material zersetzt, wobei Energie in Form von Wärme freigesetzt wird. Diese führt zur Erwärmung des zu kompostierenden Materials, was in mehreren Phasen erfolgt. Zuerst herrschen mesophile Mikroorganismen vor, die bei Temperaturen zwischen etwa 20 und 45 Grad Celsius aktiv sind. Durch sie kann sich das organische Material auf über 40 Grad Celsius aufheizen.

 

Heißer Haufen

Durch den Temperaturanstieg im Komposthaufen oder Komposter nimmt ihre Zahl ab und es steigt die Zahl der thermophilen Mikroorganismen, die bei Temperaturen zwischen 45 und 80 Grad Celsius aktiv sind. Durch ihre Tätigkeit kann sich ein Komposthaufen auf über 70 Grad Celsius erhitzen. Im ungünstigsten Fall kann es an heißen Tagen zur Selbstentzündung kommen. Ähnliches gilt für große zusammengerechte Laubhaufen im Garten.

von Dr. Alexander Stahr
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