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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

vergehen

ver|ge|hen
V.
47
I.
o. Obj.; ist vergangen
1.
vorbeigehen, vorübergehen, verstreichen, ablaufen;
die Zeit vergeht (schnell, langsam); es sind schon drei Tage vergangen, seit ; im vergangenen Jahr
2.
allmählich aufhören, nachlassen und aufhören;
der Schmerz vergeht (wieder); der Geruch verging allmählich
3.
poet.
sterben;
der Mensch lebt und vergeht; alles Lebendige muss v.
4.
in Verbindung mit „vor“
ein bestimmtes starkes Gefühl haben (als ob man sterben müsste);
vor Hunger, vor Durst v.
sehr starken Hunger, Durst haben;
vor Sehnsucht v.
sehr starke Sehnsucht haben;
sie verging fast vor Mitleid
sie hatte starkes, inniges Mitleid
II.
mit Dat.; ist vergangen
etwas vergeht jmdm.
etwas verschwindet bei, in jmdm.;
wenn man das hört, vergeht einem der Appetit; mir ist die Lust dazu vergangen; mir ist das Lachen vergangen
III.
refl.; hat vergangen
sich v.
etwas Böses tun;
sich an jmdm. v.
jmdm. einen körperlichen Schaden tun, jmdm. geschlechtlich Gewalt antun, jmdn. zwingen, geschlechtliche Handlungen zu dulden;
sich an einem Kind v.; sich gegen jmdn. v.
jmdm. etwas Böses antun;
sich gegen ein Gesetz v.
ein Gesetz übertreten
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