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Redewendung des Tages

Hinter jemandem drei Kreuze machen

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Drei Kreuze machen

Mit Kreuzen kennzeichnen wir Gegenstände und Orte, wir tragen sie als Last und legen Personen darauf - mit dem Kreuz lässt sich wunderbar Teekesselchen spielen.

Sich zu bekreuzigen, ist ein alter christlicher Brauch. Mit einem Kreuzzeichen Menschen oder Gegenstände zu segnen, auch. Denn das Kreuz, an dem Jesus starb, besitzt als wichtigstes Glaubenszeichen des Christentums eine einzigartige Bedeutung.

So war es einst Brauch, einen Abschieds- oder Reisesegen zu spenden, indem man drei Kreuze in die Luft zeichnete. Daraus leitet sich möglicherweise die Redewendung her: "Hinter dem mache ich drei Kreuze." Heute wird sie immer im negativen Sinne benutzt, zum Beispiel wenn aufdringlicher Besuch abgereist oder eine unangenehme Sache endlich überstanden ist. Weshalb man vermuten muss, dass sie eher auf das Kreuz als Bannsymbol zurückgeht. Als solches haben abergläubische Menschen das Kreuz nämlich auch verwendet, um vermeintliche Teufel oder böse Geister abzuwehren – in den meisten Vampirfilmen ist das leicht zu überprüfen.
 

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