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Regenbogennation in schwarz-weiß?

Apartheid noch nicht ganz überwunden

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Die "Coloureds" pflegen ihr Erbe

Als Farbige ("Coloureds") gelten alle Südafrikaner, die eine dunklere Hautfarbe als Weiße haben und nicht afrikanischer oder chinesischer bzw. japanischer Abstammung sind. Die Bezeichnung war schon im Apartheidregime gebräuchlich, wird aber bis in die Gegenwart offiziell verwendet. Die "Coloureds" enstanden aus der Vermischung der europäischen Einwanderer mit den südafrikanischen Ureinwohnern, den Khoi, und schwarzen Sklaven. Zu den farbigen Südafrikanern gehören außerdem die sogenannten Kapmalaien, zu deren Vorfahren insbesondere indonesische und malayische Sklaven zählen. Außerdem gibt es am Kap eine größere Gruppe Indischstämmiger, deren Vorfahren im 19. Jahrhundert als Plantagenarbeiter abgeworben wurden.

In der Zeit der Apartheid wurden die "Coloureds" von den Weißen ebenfalls diskriminiert, jedoch nicht so stark wie die schwarze Bevölkerungsmehrheit. Im neuen Südafrika nehmen sie allerdings kaum Führungspositionen ein. Alle diese Gruppen sind sehr traditionsbewusst und pflegen ihr kulturelles Erbe. Im Malayenviertel Bo-Kaap, einem der historisch interessantesten Teile Kapstadts, wird die vom Islam geprägte kulturelle Identität der Kapmalayen sichtbar. Moscheen und Minarette wechseln mit in Pastellfarben gestrichenen Handwerkerhäusern. Alljährlich am 2. Januar ziehen beim "Coon Carnival" bunt kostümierte Männer durch die Straßen. Der Karneval wurde von muslimischen Sklaven eingeführt, die damit ihren einzigen freien Tag im Jahr feierten.

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Rassismus - Gefahr für die Gesellschaft

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