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wissen.de Artikel

„Schule des Lebens“: Wie Freiwilligenarbeit Menschen verändert

Erfahrungsbericht

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„Zu Anfang war ich überfordert“

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Theresa in Timisoara

Deutsch-rumänische Speisekarten sind in Timisoara keine Seltenheit: Die Banater Schwaben, eine deutsche Minderheit, leben in der Region.

Nachdem wir mit der Musik auf maximaler Lautstärke die Tagesstätte erreicht hatten, begann erst mal das Ausladen der Kinder, manche trug ich auf dem Arm, andere mussten gestützt werden, viele in ihre Rollstühle verfrachtet und der Rest rannte zwischen den anderen Betreuern, die inzwischen aus dem Haus zum Helfen gekommen waren, über den Hof zur Haustür hinein. Mit denen, die noch nicht zu Hause gegessen hatten, sei es, weil keine Zeit war, sei es, weil die Eltern sich einfach nicht darum kümmern, setzte ich mich noch kurz im Speisezimmer zum Frühstück und dann hockten wir alle im Morgenkreis, verbrachten die anschließende Zeit bis zum obligatorisch chaotischen Mittagessen mit Lernen, Physiotherapie und Logopädie, Sport und natürlich ganz viel Spielen. Nachmittags stand uns die Zeit dann zur freien Verfügung. Dabei war ich oft mit den Kindern alleine und zu Anfang auch ziemlich überfordert, da mir einerseits die Verantwortung Angst machte, ich andererseits auch schlicht und ergreifend von den meisten Dingen keine Ahnung hatte. Beispielsweise wusste ich nicht, wie ich mit einem plötzlichen Epilepsie-Anfall umgehen sollte, wie ich die verschiedenen Kinder auf der Toilette versorgen musste und, was mir eigentlich sogar am nächsten ging, ich wusste nicht, wie ich sie beschäftigen sollte. Ich hatte den Ehrgeiz, für jedes Kind immer etwas Gutes zu tun, aber es war einfach manchmal schwer, etwas zu finden oder die Kinder überhaupt zu begeistern.
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Theresa G.
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