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Skispringen

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Anfangs nahmen die Springer während des Sprungs noch eine beinahe aufrechte Stellung ein und ruderten dazu vogelgleich mit den Armen, um die Balance zu halten. Ab 1912 setzte sich in den USA der neue “Vorlage-Stil durch. Dabei winkelten die Springer in der Flugphase ihren Oberkörper in den Hüften an. In den dreißiger Jahren prägte der beste Springer seiner Zeit, Birger Ruud, mit seinem starken Hüftknick und rudernden Armen “Kongsberger-Stil genannt die Flugtechnik. Mit der Zeit gewannen aerodynamische Flughaltungstheorien mehr an Bedeutung. Ab 1950 legten die Springer die Arme ganz an den Körper und die Hände neben die kaum noch geknickten Hüften. Der Schwede Jan Bokloev kreierte 1987 schließlich den zunächst auch als “Froschstil bezeichneten V-Stil: Bei dieser Sprungtechnik werden nach dem Absprung die Skier V-artig gespreizt, um eine größere Auftriebsfläche zu erzeugen.

Der Schanzentypus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sog. Fallschanzen, ließ die Springer aus relativ großer Höhe schnell nach unten fallen. Dabei musste ein großer Aufpralldruck abgefedert werden. Erst bei verringerter Schanzentischneigung waren flachere Flugbahnen möglich. Diese modifizierte Konstruktion nennt man Flugschanze.

Trugen die Springer anfangs noch Alltagskleidung mit Flatterhosen und Gamaschen, setzten sich in den 20er Jahren engere Hosen durch, die zum Ausklang der 60er Jahre durch latzhosenähnlichen Anzüge ersetzt wurden. In der Saison 1974/75 benutzten die Österreicher den ersten kompletten Springeroverall, der aufgrund des geringeren Luftwiderstandes noch größere Weiten ermöglichte. Später kam als Ober- und Untermaterial das hochelastische Lycra dazu, das beidseitig auf eine dicke Schaumstoffschicht aufgetragen wurde. Zudem erwiesen sich Rauheffekte auf der Vorderseite und glatte Materialien auf der Rückseite als leistungsfördernd.

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