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Solarstraßen - Zukunftsmodell für unsere Energieversorgung?

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Wie effizient sind die Solarstraßen?

Genaue Zahlen darüber, wieviel Energie solche Straßen liefern werden, gibt es bisher noch nicht. Denn im Vergleich zu Solarzellen auf dem Dach sind die Grundbedingungen für die Energiegewinnung auf der Straße etwas anders. Eine amerikanische Entwicklerfirma gab an, dass Photovoltaik auf Straßen wohl circa 30 Prozent weniger Energie liefern wird als ein Hausdach.

Solarzellen auf Dach
Herkömmliche Solarmodule werden in der Regel schräg und gegen Süden ausgerichtet montiert, damit sie die Sonnenstrahlen am effektivsten auffangen.

Das liegt daran, dass die Module auf dem Dach in der Regel schräg und gegen Süden ausgerichtet werden, damit sie die Sonnenstrahlen am effektivsten auffangen. Die Solarmodule auf der Straße müssen dagegen immer horizontal verbaut werden. Energieeffizient und belastbar sollen sie aber trotzdem sein. „Es werden Module benötigt, die horizontal liegen, bruch- wie rutschfest sind und das Licht optimal zur Energiegewinnung nutzen“, so Renken.

Für eine genaue Berechnung muss auch einkalkuliert werden, wann Autos auf der Straße parken und damit die Sonneneinstrahlung auf die Zelle verhindern oder ob Bäume die Straßen mit Schatten bedecken. Auch wie viele Autos überhaupt auf den Straßen unterwegs sind, wird die Energieeffizienz beeinflussen. Weniger befahrene Straßen würden daher mehr Energie liefern, weil sie weniger beschattet werden. Die Aachener Forscher wollen ihre Solarmodule zudem selbstreinigend machen, damit der Schmutz nicht die Sonneneinstrahlung auf die Zelle verhindert.

Historic Route 66 als Solarstraße
Der US-Bundesstaat Missouri würde gerne eine Teilstrecke der historischen Route-66 mit einem Solarstraßenbelag ausstatten.
Naheliegende Stromversorgung

Die Entwickler von Solarstraßen möchten künftig nicht nur Haushalte mit Strom versorgen, sondern vor allem Straßenlaternen, Ampeln, Elektroautos und E-Bikes. Denn diese stehen sowieso an oder auf der Straße. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig: Zum Beispiel stellen sich die Aachener Forscher vor, dass in den Straßenbelag eingebaute Induktionsschleifen Elektroautos beim Fahren mit Energie versorgen könnten. Durch die von ihnen erzeugten elektrischen Felder lädt sich die Autobatterie kabellos auf.

Außerdem könnten Pfeile und andere Fahrhinweise direkt auf der Fahrbahn mit LEDs eingeblendet werden. Nach den Vorstellungen eines US- Unternehmens soll auch gleich eine Heizung integriert werden, die die Straße im Winter von Eis befreit. Pläne gibt es also viele. Die tatsächliche Energieeffizienz muss aber noch unter Realbedingungen getestet werden, wobei das Straßennetz in Deutschland mit 640.000 Kilometern Gesamtlänge dazu zumindest theoretisch genug Fläche bieten sollte.

HDI, 21.09.2016
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