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Studium oder Ausbildung?

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Gemäß einer Prognose der Kultusministerkonferenz wird die Zahl der Studienanfänger bis 2008 noch einmal ansteigen, dann aber bis 2015 auf den Wert von rund 275.000 zurückgehen. In den neuen Ländern wird der Rückgang bereits ab 2005 spürbar sein. Das ist problematisch, denn dem Rückgang bei den Studienanfängern steht eine steigende Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften in zukunftsträchtigen Bereichen gegenüber. Allerdings ist diese Nachfrage auf bestimmte Fächer, insbesondere Informatik, Ingenieurwissenschaften etc. beschränkt.

Kein Privileg für Akademiker

Ein Studium garantiert heute nicht mehr Sicherheit als eine Ausbildung. Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem Strukturwandel, bei dem die so genannten Normalarbeitsverhältnisse abnehmen und andere Formen der Erwerbsarbeit, wie z.B. befristete Beschäftigung, Leiharbeit, Selbstständigkeit oder Freie Mitarbeit, zunehmen. Auch Akademiker sind heute nicht vor Arbeitslosigkeit oder unsicheren Beschäftigungsverhältnissen gefeit. Analysen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, dass diese unsichere Beschäftigung nicht nur Arbeitnehmer mit geringer Qualifikation trifft, sondern auch Universitätsabsolventen.

Was also tun? Sowohl für ein Studium als auch für eine betriebliche Ausbildung gibt es viele gute Gründe. Was jedoch allein zählt ist: Was ist für Sie persönlich die bessere Lösung? Sind Sie eher praktisch veranlagt oder ziehen Sie die Theorie der Praxis vor? Lernen Sie gern oder haben Sie nach dem Abitur erstmal die Nase voll? Wie wichtig ist Ihnen Karriere? Fragen wie diese lassen sich nicht pauschal beantworten, sondern immer für den Einzelfall. Informieren Sie sich daher zunächst über Pro und Contra eines Studiums bzw. einer Ausbildung und treffen Sie dann wohlüberlegt Ihre Entscheidung.

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