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Theodor Herzl plant jüdischen Staat

"In Basel habe ich den Judenstaat gegründet"

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Überführung des Leichnams

19.08.1949 / Tel Aviv, Israel: Eine große Menge Israelis steht Schlange, um Theodor Herzls (1860-1904) Leichnam die Ehre zu erweisen. Der Leichnam ist nach seiner Überführung von Wien vor dem israelischen Parlament aufgebahrt. Herzl gilt als Begründer des Zionismus und als ersten Anwalt für eine eigene jüdische Nation.

1897 rief er in Basel den ersten Zionistischen Weltkongress zusammen und wurde zum ersten Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation gewählt. Das Baseler Programm sah "für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlichen gesicherten Heimstätte in Palästina vor".

Herzl gründete eine nationale jüdische Bank und einen Fonds für den Ankauf von Land in Palästina. Verhandlungen mit Sultan Abd al-Hamid II., dem Papst und Kaiser Wilhelm II. führten jedoch zu keinem Erfolg. 1902 zeichnete Herzl in dem Roman "Altneuland" das Bild eines aristokratisch geleiteten jüdischen Zukunftsstaates in Erez Israel. Seine Idee wurde 1948 durch die Gründung des Staates Israel verwirklicht.
Herzl starb am 3. Juli 1904 in Edlach an der Rax (Niederösterreich) an den Folgen einer Lungenentzündung, die sein krankes Herz nicht überstand. Seine Gebeine wurden 1949 nach Jerusalem überführt, wie er es selbst verfügt hatte.

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Susanne Dreisbach, wissen.de-Redaktion/ Brockhaus Enzyklopädie
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