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Usability-Forschung

Wenn der Nutzer immer Recht hat

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„Don't make me think!"

Frau mit Laptop
Frau mit Laptop
„Don't make me think!" Der Titel eines Buches von Steve Krug kann auch als Regel Nummer 1 für die Konzeption einer Internetpräsenz gelten. Jeder Webnutzer hat diese Erfahrung schon einmal gemacht: Irgendwo auf der Site, die man gerade besucht, muss eine bestimmte Information versteckt sein. Nur wo? Zunehmend genervt klickt man sich von Menüpunkt zu Menüpunkt oder wurstelt sich durch eine unübersichtliche Suche.

Die gute Nachricht für alle, die im Web surfen: für solche frustrierenden Erlebnisse haben nicht die Anwender die Schelte verdient – sondern die Designer oder Entwickler. Denn diese müssen die Kommunikations- und Informationsbedürfnisse der User in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Anhand von alltäglichen Beispielen schildert Krug, wie sich Menschen im virtuellen Raum bewegen. Krugs Fazit: Wer im Baumarkt ein gewünschtes Produkt nicht findet, wird abhängig vom persönlichen Frustrationslevel vielleicht noch ein paar Runden drehen oder jemanden um Hilfe fragen. Irgendwann verlässt der verärgerte Kunde jedoch unweigerlich das Haus.

Usability-Experte Jacob Nielsen erläutert in seinem Buch „Web Usability" das Gebrauchsprinzip am Beispiel einer Tür: „Eine Tür ermöglicht das Ziehen oder Drücken, je nachdem wie herum sie aufgeht. Wenn jemand bereits im Voraus sehen kann, ob die Tür durch Ziehen oder Drücken geöffnet werden kann, dann ist das ein gutes Benutzerinterface." Jede Tür, die explizite Anweisungen zum Drücken oder Ziehen brauche, sei dagegen schlecht geplant.

 

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von wissen.de-Autorin Monika Wittmann
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