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AfriCat

Es ist Trockenzeit in Namibia, seit Monaten hat es nicht mehr geregnet. Die Wasserstellen sind fast alle versiegt. Die Tiere haben Durst. Was werden sie tun, um nicht zu verdursten? Auf der Suche nach Wasser könnten sie aus dem Schutz des Tierparks ausbrechen und die umliegenden Farmen unsicher machen. Doch dann ist ihr Leben in Gefahr, denn Namibias Farmer schießen. Gerade die großen Katzen sind vom Aussterben bedroht, weil Farmer und Trophäenjäger sie kaltblütig töten. Zum Schutz der Tiere gibt es aber die weltberühmte Africat Foundation. Hier auf Okonjima leben im Moment über 80 Geparden, mehrere Leoparden und einige Löwen. Sie alle zu versorgen ist harte Arbeit. Das ganze Leben der Kollegen Carla und Dave dreht sich um die großen Katzen. Heute ist Impftag für die älteren Geparden. Einige von ihnen leben schon seit über 10 Jahren hier. Bei ihrer Fütterung dürfen Touristen normalerweise dabei sein, aber nicht heute, beim Impfen. Warum leben diese Tiere hinter Zäunen? Ihr Hauptfeind war immer der Mensch: sie wurden vom Auto angefahren oder von Farmern angeschossen. AfriCat ist ihre letzte Lebenschance. Dave versucht die Impfung in die Hinterläufe zu treffen, doch das ist nicht so einfach. "Der ist nicht so blöd." Endlich getroffen. Wenn Carla die Impfnadel aus dem Fell zieht, könnte es noch mal gefährlich werden. Geschafft. Das Ziel von AfriCat ist, den Lebensraum der faszinierenden Großkatzen zu erhalten und dadurch ihren Fortbestand zu sichern. Carla versucht die Tiere so schnell wie möglich wieder aus zu wildern. Bevor sie sich an die regelmäßige Fütterung gewöhnt haben. Carla Conradi: "Die Katzen haben einen natürlichen Instinkt zu jagen, aber sie müssen lernen wie sie ihre Beute töten, wir geben ihnen die Gelegenheit es zu lernen. Wir setzen sie auf einem 4000 Hektar großen Gelände aus, auf dem es genügend Beutetiere gibt. Dort können sie dann das jagen und Töten selber lernen. Wenn sie das schaffen, suchen wir für sie eine Gegend wo wir sie wieder aussetzen können." AfriCat ist eine uneigennützige namibische Organisation, die durch Spenden und Tourismus finanziert wird. Ein Konzept, das aufgeht: Denn wer einmal auf Okonjima war und die schönen Katzen hautnah erlebt hat, ist von der Notwendigkeit von AfriCat schnell überzeugt.

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