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Ammenhai Helmut auf Reisen

Kunterbunte Artenvielfalt im Aquarium des Duisburger Zoos. Im Haibecken ist Ammenhai Helmut ganz allein, er ist der letzte seiner Art und soll umziehen, damit er in Zukunft mit anderen Haien zusammen leben kann. Wenn ein Hai umzieht, ist das gar nicht so einfach, auch nicht für die erfahrenen Tierpfleger im Zoo. Schließlich soll Helmut sich auch auf der Fahrt wohlfühlen und keine Angst bekommen. Deshalb ist es gut, wenn zumindest das Wasser so schmeckt wie immer. Peter Faltermeier, Haiexperte: "Das Wasser verwenden wir natürlich am liebsten von dem Becken, in dem das Tier lebt. An das Wasser ist er gewöhnt und mit dem Wasser ist er verknüpft. Denn für Fische ist das Wasser ja nicht nur Umgebung, sondern auch Lebensraum und Lebensmittel vor allen Dingen." Einfaches Wasser reicht für das Wohlergehen des Haies aber nicht, deshalb wird es mit Sauerstoff angereichert. Peter Faltermeier: "Beim Transport ist natürlich erst einmal grundlegend wichtig, dass im Vorfeld alles besprochen wurde, dass das Tier nicht gefressen hat in den letzten 36 Stunden - es könnte ihm sonst beim Autofahren schlecht werden und er könnte brechen und das wäre überhaupt nicht gut, denn dann müsste man das komplette Wasser wechseln. Auch hier haben wir aber einen Notfallplan, wenn er jetzt auf Höhe Frankfurt Durchfall bekommt oder brechen muss, dann würden wir zum Frankfurter Zoo fahren und neues Wasser holen." Während der Umzugswagen präpariert wird, ist auch im Aquarium alles umzugsfertig. Denn wenn Helmut aus dem Becken geholt wird, muss alles ganz schnell gehen. Ullrich Glückner, Tierpfleger: "Wir werden jetzt den Hai nach oben locken, mit Handschlag begrüßen wir den. Dann taucht der Hai auf und schwimmt ne Runde und sobald es günstig ist werde ich versuchen den Hai an der Schwanzflosse zu packen und dann kommt Herr Faltermeier mit dem Käscher und lässt ihn quasi in den Käscher hineingleiten und dann werden wir das Tier sofort und schnellstmöglich in den vorbereiteten Wassertank bringen."Ammenhai Helmut ist in Bewegung, er soll jetzt freiwillig in den Käscher schwimmen. Ullrich Glückner: "Dann nicht nachlassen, weiter. Nach hinten, das wir den käschern können." Für kurze Zeit kann ein Hai auch außerhalb des Wassers überleben, aber ein gutes Gefühl ist das für Helmut im Moment sicher nicht. Deshalb heben die Tierpfleger den Hai schnell und routiniert in sein Umzugsbecken. Helmut wird sich wieder ein bisschen beruhigen, sobald er sein vertrautes Wasser schmeckt, hoffen die Haiexperten. Alles klappt reibungslos. Peter Faltermeier und Ullrich Glückner: "Super." Ein stressiger Tag für Ammenhai Helmut, doch wenn er den Umzug erst einmal überstanden hat, dann wird er endlich nicht mehr alleine sein. Zwei Artgenossen und ein großes Becken warten schon in seinem neuen Zuhause auf ihn.

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