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Antibiotika

Jeder kennt das: Erst kribbelt es in der Nase, dann kommt der Schnupfen, das Fieber.Viele greifen da gleich zu den harten Medikamenten, fragen bei Ärzten nach Antibiotika.Doch wichtiger wäre zu klären: Was genau macht mich krank? Ist es eine Infektion, die durch Viren verursacht wurde oder durch Bakterien? Generell gilt: Dr. Hans Michael Strahl, HNO-Arzt "Also eine virale Entzündung ist meist eine Entzündung, die sehr rasch auftritt. Bei starken Grippeerscheinung sogar so, dass es zu einem hochfieberhaften Schub kommt. Die bakteriellen Entzündungen sind meistens schleichender"Schnupfen wird meist durch Viren verursacht und durch direkten Kontakt wie Händeschütteln übertragen.Antibiotika helfen in so einem Fall nicht.Denn schon im Namen steckt das Wirkungsprinzip: "Anti" heißt gegen und "Bios" Leben. Ein Antibiotikum wirkt also nur gegen Erreger, die einen eigenen Stoffwechsel haben, die also leben. Und das gilt nur für Bakterien. Dr. Hans Michael Strahl, ENT specialist"Die Antibiotika wirken entweder auf das Wachstum der Bakterien ein. Das heißt also, sie hindern die Bakterien am Wachstum oder sie töten sie ab. Und das 2 verschiedene Mechanismen, so dass es auch gefährlich ist Antibiotika zu kombinieren."Und genauso problematisch ist es, Antibiotika zu früh abzusetzen. Viel Patienten schlucken sie nur zu Beginn ihrer Beschwerden und hören auf, wenn sie sich besser fühlen. Ein Fehler. "Weil bei den Antibiotika, wenn sie gezielt eingesetzt werden, natürlich auch die Wirkung relativ rasch eintritt und der Patient auch das Gefühl hat "Ach mir geht es wieder gut, ich brauch es gar nicht mehr zu nehmen". Und da ist einfach die Faustregel die, dass man mindestens fünf Tage sagt, mindestens! Aber sicherlich den Arzt fragt: Wie lange halten sie es für notwendig, das Antibiotikum zu nehmen."Zur Vorbeugung von Erkältungen raten Ärzte übrigens zu regelmäßigen Nasenspülungen und zu Tomatensaft. "Dann hat sich eben herausgestellt, dass der Tomatensaft ganz einfach im Tetrapack gekauft, also der ganz einfache, billige Tomatensaft, den Wirkstoff Lycopin enthält. Und dieser rote Farbstoff Lycopin verändert die Abwehrkraft in den Schleimhäuten um gut 50%. Also die Empfehlung ist wirklich sinnvoll, jeden Tag, vor allen im Winter, ein Glas Tomatensaft zu trinken.Das A und O einer guten Immunabwehr ist aber immer noch regelmäßige Bewegung in frischer Luftsollte man sich trotzdem verkühlt haben, schwören viele Ärzte auf ein warmes Fußbad. so wird dieTemperatur der Schleimhäute und der Nasennebenhöhlen um 2 Grad angehoben und damit die Immunkraftfür den aktuellen Infekt um 50% verstärktEinfache Tipps, die uns besser durch die kalte Jahreszeit kommen lassen.

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